Erstellt am 20. Dezember 2015, 14:55

Mordfall wird nach 23 Jahren neu aufgerollt. Halbverweste Tote wurde 1993 in St. Margarethen gefunden, die Identität ist bis heute ungeklärt.

Vor 23 Jahren ist in St. Margarethen eine halbverweste, unbekleidete Leiche gefunden worden. Laut Obduktion war die Frau etwa ein halbes Jahr zuvor - im Herbst 1992 - ermordet worden. Ihre Identität blieb bis heute ungeklärt. Nun rolle die Cold-Case-Abteilung des Bundeskriminalamts den mysteriösen Kriminalfall neu auf, berichtete die "Kronen Zeitung" am Sonntag.

Moderne Laboruntersuchungen und kriminalpsychologische Analysen standen demnach am Anfang der Erhebungen. Befragungen im Ort, in dem die verstümmelte Tote im April 1993 unter einem Gestrüpp entdeckt worden war, sollen folgen.

Herkunft der Toten noch unklar

Der Tageszeitung zufolge wollen die Ermittler auch Jahrzehnte zurückliegende Vermisstenanzeigen aus halb Europa durchforsten. Weiters angedacht seien eine Gesichtsrekonstruktion der Unbekannten und Isotopenuntersuchungen an ihren Knochen, um ihre Herkunftsregion zu eruieren.

Die 25 bis 35 Jahre alte Frau war erwürgt oder erdrosselt worden. Die Leiche habe sich dann ein halbes Jahr hindurch an einem gut gelüfteten, vor Witterungseinflüssen geschützten Ort wie zum Beispiel einem Schuppen befunden, ehe sie, verpackt in schwarze Plastikfolie, in St. Margarethen deponiert wurde. Laut der "Krone" gehen die Kriminalisten davon aus, dass der Täter damals zwischen 30 und 40 Jahre alt war und ein Naheverhältnis zum Opfer hatte.