Erstellt am 08. Januar 2015, 06:18

von Doris Fischer

Feuerteufel in Haft. Aufatmen heißt es nun bei den Müllendorfern. Ein 22-jähriger Ortsansässiger konnte als Brandstifter ausgeforscht werden.

Gefährlich. Durch Funkenflug hätte auch mehr passieren können. Zum Glück konnte der Brand immer wieder rasch unter Kontrolle gebracht werden.  |  NOEN, FF Müllendorf
Erleichterung herrscht unter der Bevölkerung nach der Nachricht, dass der Brandstifter gefasst ist. „Wir haben uns schon gefragt, wo wird er als nächstes zuschlagen und vor allem wann“, ist von einer Müllendorferin zu hören.

x  |  NOEN, FF Müllendorf
Zwei angezündete Türkränze, drei Holzstöße, ein brennender Kübel auf der Tankstelle und abgerissene Spiegel an Autos gehen ersten Informationen der Polizei zufolge auf das Konto des 22-jährigen Müllendorfers.

„Er ist weder bei der Feuerwehr aktiv, noch auffällig, noch kann er uns ein Motiv für seine Daten nennen“, stellt Stadtpolizeikommandant Friedrich Tinhof – er selbst ist Müllendorfer – fest.

Täter schweigt sich über Motiv aus

Schon nach dem ersten Brand, der entflammten Mülltonne war den Brandermittlern der Polizei klar, dass sie es mit einem Brandstifter zu tun haben.

x  |  NOEN, FF Müllendorf
„In der Nacht von 20. auf den 21. Dezember brannte fünf Stunden nach Dienstschluss auf der Tankstelle ein Mistkübel oder bei extrem feuchtem Wetter ein Holzstoß“, gibt Tinhof zu bedenken.

Bei seiner letzten Brandlegung war der 22-Jährige leicht alkoholisiert. Auch seine Freunde seien, so Tinhof, überrascht. Denn in der besagten Nacht feierten die Burschen miteinander. „Während die einen nach Hause gingen und sich schlafen legten, zündelte der 22-Jährige“, meint der Polizist, der von einem Einzeltäter ausgeht.

Der entscheidende Hinweis kam aus der Bevölkerung: Es ist jemand gesehen worden. Nach seiner Verhaftung wurde der 22-Jährige in die Justizanstalt Eisenstadt eingeliefert. Er streitet nicht ab, dass er gezündelt hat.

BVZ.at hatte berichtet:


Brand-Chronologie:

  • Am 21. Dezember, um 1.50 Uhr, wurde die Feuerwehr zu einem Zapfstellenbrand zur Tankstelle alarmiert. Ein Restmüllcontainer neben der Tankstelle stand in Vollbrand.

  • Am 21.Dezember, um 4.11 Uhr wurde die Feuerwehr mittels stillem Alarm zu einem Brand neben der Eisenbahn gerufen. Ein privates Holzlager stand in Vollbrand. Wegen des stürmischen Windes gab es erheblichen Funkenflug.

  • Am 27. Dezember wurde um 1.45 Uhr die Feuerwehr zu einem Brand eines Holzlagers am Krautgartenweg alarmiert. Am gleichen Grundstück wie in der Vorwoche stand ein Holzstoß in Brand.

  • Am 1. Jänner, um 6.48 Uhr, stand erneut Holz auf einem Holzlagerplatz in Brand.

  • Zwei Türkränze wurden ebenfalls in Brand gesetzt.