Erstellt am 23. Dezember 2015, 04:58

von Nina Sorger

Nach 23 Jahren: Mord neu aufgerollt. Halbverweste Tote wurde 1993 in St. Margarethen gefunden, Identität bis heute ungeklärt. Nun wird wieder ermittelt.

 |  NOEN, APA
Der Fall einer halbverwesten, in schwarze Plastikfolie verpackten Leiche, die 1993 in St. Margarethen gefunden worden war, soll laut „Kronen Zeitung“ nun von der Cold-Case-Abteilung des Bundeskriminalamts neu aufgerollt werden und sorgt im Ort für Diskussionen.

Auch BVZ.at hatte am Wochenende berichtet:



Laut damaliger Obduktion war die 25 bis 35 Jahre alte Frau etwa ein halbes Jahr zuvor erwürgt oder erdrosselt worden. Ihre Identität blieb bis heute ungeklärt.

Nun sollen moderne Laboruntersuchungen und kriminalpsychologische Analysen Licht ins Dunkel bringen. Auch Befragungen im Ort, in dem die verstümmelte Tote im April 1993 unter einem Gestrüpp entdeckt worden war, soll es geben.

Vor Ort wenig Erinnerungen an den Fall

Dort können sich allerdings nur noch wenige an den Leichenfund erinnern: „Wir wohnen in der Nähe, und ich habe damals mitbekommen, dass bei einer Koppel in der Nähe eine Leiche gefunden wurde. Es hieß, dass es sich um eine Polin handeln würde, aber das konnte nie jemand bestätigen“, erinnert sich Christian Klemenschitz.

Bürgermeister Eduard Scheuhammer hat nur noch vage Erinnerungen: „Ich habe damals erst später von dem Leichenfund erfahren. Uns hat auch nie wer befragt.“ Jener Mann, der die Frau damals bei einem Ausritt gefunden hatte, möchte den Fall nicht kommentieren.

Nun wollen die Ermittler Jahrzehnte zurückliegende Vermisstenanzeigen aus halb Europa durchforsten. Weiters angedacht seien eine Gesichtsrekonstruktion der Unbekannten und Isotopenuntersuchungen an ihren Knochen, um ihre Herkunftsregion zu eruieren.