Erstellt am 29. August 2012, 15:33

Nach Hacken-Bluttat U-Haft verhängt. Über jenen 33-jährigen Mann, der am Montag in Eisenstadt seine 65-jährige Mutter mit einer Hacke erschlagen haben soll, ist am Mittwoch die Untersuchungshaft verhängt worden. Das teilte die Staatsanwaltschaft Eisenstadt mit.

Der Burgenländer hatte sich am Montag der Polizei gestellt und die Tat gestanden. Bei der Haftverhandlung habe der Mann dazu geschwiegen. "Der Beschuldigte hat überhaupt keine weiteren Angaben mehr gemacht", so Magdalena Wehofer, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Eisenstadt.

Mit der Entscheidung über die U-Haft hat eine 14-tägige Frist zu laufen begonnen, innerhalb derer die nächste Haftprüfungsverhandlung erfolgen muss. Die Polizei führe inzwischen ihre Erhebungen weiter. Seitens der Staatsanwaltschaft werde man einen Sachverständigen beauftragen, sagte Wehofer.

Für die weitere Vorgangsweise müsse die Frage geklärt werden, ob der 33-Jährige zum Zeitpunkt der Tat unzurechnungsfähig war. Sollte das Ergebnis dies nahelegen, würde die Staatsanwaltschaft, statt Anklage zu erheben, die Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher beantragen, erläuterte Wehofer.

Es käme auch in diesem Fall zu einer Art des Strafverfahrens, für die es jedoch in der Strafprozessordnung andere Bedingungen gebe. Außerdem würde die Untersuchungshaft in eine vorläufige Anhaltung umgewandelt. Das Ergebnis sei aber das Gleiche wie bei der U-Haft.

Die Einweisung in eine Anstalt setze eine Anlass-Tat sowie eine entsprechende Gefährlichkeitsprognose voraus. Der Sachverständige habe dabei zu beurteilen, ob von der betreffenden Person die Gefahr ausgehe, dass sie weitere Taten mit schweren Folgen begehen werde. "Diese Fragen wird in dem einzuholenden Gutachten zu erörtern sein", erklärte Wehofer.