Erstellt am 21. September 2011, 00:00

Nach sechs Jahren einig. GRUNDAUFTEILUNG / Neuer Plan findet das Einverständnis der Grundeigner in den Kirchtaläckern. Bebauung ab 2013 möglich.

Grund. Privatrechtliche Verträge mit Grundeignern sollen Kosten festlegen. Sind diese unterschrieben, werden jedem mittels Teilungsplan seine Grundstücke mit Parzellennummer zugewiesen.SYMBOLFOTO: MÜLLNER  |  NOEN
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VON NINA SORGER

EISENSTADT / Die Landeshauptstadt könnte bald ein weiteres Baugebiet dazubekommen: die Kirchtaläcker unterhalb des Justizzentrums. Die Idee, das Gebiet – das laut dem städtischen Baudirektor Wolfgang Leinner bereits seit Jahrzehnten als „Bauland – Aufschließungsgebiet Wohnen“ gewidmet ist – aufzuparzellieren, wurde bereits vor sechs Jahren geboren, als die Kanäle zum Hochwasserschutz angelegt wurden.

Eine Umsetzung scheiterte allerdings an der Uneinigkeit der Grundbesitzer. „Laut dem ursprünglichen Konzept sollte die Straße am Hang in Nord-Süd-Richtung verlaufen, weil man die Sonneneinstrahlung zur Energiegewinnung nützen wollte. Ausgehend davon, wurden die Grundstücke aufgeteilt“, erläutert Johann Luif sen., der selbst Gründe in dem Gebiet besitzt.

Die Randgrundstücke wären allerdings nicht rechteckig gewesen und vor allem jene Eigentümer, denen diese zugeteilt werden sollten, verweigerten ihre Zustimmung. Insgesamt handelt es sich um rund 100 Grundstücke.

Luif: „Alle Eigentümer mit  Variante einverstanden“

Laut Leinner „haben sich die Grundstückseigentümer unter der Federführung von Johann Luif sen. nun zusammengetan“ und eine zweite Variante erarbeitet. „Über den Sommer habe ich mit den Eigentümern gesprochen, und alle haben ihr Einverständnis gegeben. Aber das muss alles noch notariell fixiert werden“, berichtet Luif sen.

In den kommenden Wochen wird dieser Plan an alle Grundeigentümer geschickt. Am 12. Oktober soll es eine weitere Besprechung in der Gemeinde geben. Leinner: „Dann werden mit jedem Eigentümer privatrechtliche Verträge über die Infrastrukturkosten und Akontozahlungen über bisher erbrachte Leistungen abgeschlossen.“

Leinner: „Nicht mehr Kosten  als in anderen Baugebieten“

Grundstückseigner, die sich aufgrund des langen Prozederes vor explodierenden Kosten fürchten, beruhigt Leinner: „Im Detail sind die Kosten noch nicht bekannt, aber es werden nicht mehr Kosten anfallen als in jedem anderen Baugebiet.“

Sobald die Akontozahlungen überwiesen seien, werde ein Teilungsplan erstellt und dies auch grundbücherlich festgehalten. Dann kann laut Leinner auch die Freigabe zur Widmung als „Bauland“ erfolgen. Findet der jetzige Plan das Einverständnis der Grundeigner, könnten nach Schätzungen des Baudirektors bereits 2013 die ersten Gründe in den Kirchtaläckern an Häuslbauer verkauft werden.