Erstellt am 25. Februar 2016, 05:59

von NÖN Redaktion

Disput um Tourismus. SP-Vize Kovacs sieht „mangelndes Engagement“ als Grund für Eisenstadts Minus. Laciny (ÖVP): „Nächtigungsrekord im Jänner“.

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Die neuesten Tourismuszahlen weisen für die Landeshauptstadt bei den Ankünften ein Minus von 3,4 Prozent auf, die Nächtigungen gingen um 5,9 Prozent zurück.

Für SPÖ-Vizebürgermeister Günter Kovacs ist dies „alarmierend“. Die ÖVP-Stadtführung „verspiele durch mangelndes Engagement und fehlende Ideen den Anschluss der Landeshauptstadt an den Aufwärtskurs des Burgenlands“, so Kovacs, der fordert: „Wir brauchen in Eisenstadt dringend ein Investitions- und Planungskonzept für die weitere touristische Entwicklung.“

Kovacs weiter: „Es ist befremdlich, dass Thomas Steiner als Oppositionspolitiker im Landtag ein Investitionspaket für den burgenländischen Tourismus fordert, obwohl es das ohnehin gibt. Als Bürgermeister hätte er alle Hände voll zu tun, die Tourismus-Baustelle vor der eigenen Haustür in Ordnung zu bringen.“

Stadt: „Keine klassische Nächtigungs-Stadt“

Der zuständige Stadtrat Walter Laciny (ÖVP) sieht indes die Stadt als „keine klassische Nächtigungs-Stadt für Touristen, sondern die Nächtigungen spielen sich vor allem im Bereich von Geschäftsreisen und Kongressen ab.“

„Die Nächtigungszahlen des Landes Burgenland in Bezug zu jenen in Eisenstadt zu setzen, beweist ein weiteres Mal die Inkompetenz des 2. Vizebürgermeisters. Er verschweigt, dass wir im Jahr 2014 ein Nächtigungs-Plus von 17 Prozent verzeichnen konnten. (...) Im Jänner 2016 ist darüber hinaus ein absoluter Rekord zu verzeichnen. Noch nie hat es in einem Jänner so viele Nächtigungen in Eisenstadt gegeben. Mit 2.367 Nächtigungen konnte ein Zuwachs von 16,2 Prozent erzielt werden“, betont Laciny.

Der leichte Rückgang im Vergleich zu 2014 sei aber auch dadurch erklärbar, dass zwei Beherbergungsbetriebe nicht mehr in der Statistik aufscheinen, da das Geschäftsfeld gewechselt wurde“, so Laciny abschließend.