Eisenstadt

Erstellt am 30. Dezember 2016, 05:13

von Werner Müllner

Shlomit Butbul in Eisenstadt: „Ich gehöre hierher!“. Shlomit Butbul, Tochter von Jazz Gitti, bereichert mit Kulturverein SHIR-music das Eisenstädter Angebot um eine Facette.

Künstlerfamilie. Shlomit Butbul mit ihrer Mutter Martha Butbul, die als Jazz Gitti seit Jahrzehnten Erfolge feiert. Foto: zVg/Gerhard Schauer  |  ZVg/Gerhard Schauer

Dass es im Schloss, im Kulturzentrum und vielen anderen Ecken in Eisenstadt ein tolles Kulturangebot gibt, ist bekannt. Neu ist, dass seit Kurzem auch in der Hauptstraße 1 gesungen, gespielt und diskutiert wird. Shlomit Butbul lädt dorthin regelmäßig zu hochwertigen Kulturevents ein. Mit ihrem Verein SHIR-music: Verein für Musik, Theater & Spirituelle Arbeit.

Butbul besaß das „Unerhörte Kulturcafé L´inou“ in Luxemburg, in dem sie jährlich 220 Events veranstaltete. Die Kunst liegt ihr im Blut – groß geworden ist sie in einem Jazzclub in Wien. Klingelt’s? Jazzclub, Butbul… die Mutter der neuen Eisenstädter Kulturschaffenden ist Jazz Gitti, die ihren Namen ob des bekannten Clubs hat.

Erinnerung an Kirschen führte nach Eisenstadt

Nun, wie kommt man von Luxemburg in die Eisenstädter Hauptstraße und gründet einen Kulturverein? „Ich wollte retour nach Österreich und da habe ich mich erinnert, dass ich mit der Mama als Kind immer in die Gegend gefahren bin, um Kirschen zu fladern“, grinst die Mutter dreier Kinder und erzählt weiter: „Wir haben gesucht und gefunden. Ich hab in Eisenstadt nur Menschen kennengelernt, die herzlich sind, ich habe alle Möglichkeiten für mich und die drei Kinder hier – in Eisenstadt war ich in zwei Monaten so integriert wie sonst nirgendwo zuvor.“

Und auch in dem Haus, in dem sie lebt, sieht sie Besonderes: „Meine Familie stammt aus Israel, ich bin keine gläubige Jüdin, aber Blut ist kein Wasser und das Haus, in dem ich lebe, hat Geschichte. Von der Hauptstraße 1 aus wurde das damalige jüdische Viertel in Eisenstadt gegründet.“ Zusammengefasst: Butbul hat ihr Ziel gefunden: „Ich gehöre einfach hierher.“

Und so entstand die Idee des Hauskonzertes: „Ich mag es, wenn sich Künstler und Publikum sehr nahe sind“, so Butbul.

Infos: shlomitbutbul@gmail.com