Erstellt am 21. Juni 2016, 10:20

von NÖN Redaktion

Pensionisten gerieten in Seenot. Eine 77-jährige Frau samt ihrem 91-jährigen Begleiter aus Wien geriet am Neusiedler See in Seenot und wurden von Polizisten mit dem Polizeiboot „Rust 1“ gerettet.

 |  NOEN, Gerhard Bartel (Gerhard Bartel)

Am Sonntag, den 19. Juni war eine 77-jährige Frau und ihr 91-jähriger Begleiter aus Wien mit einem geliehenen Elektroboot von der Ruster Bucht aus am Neusiedler See unterwegs.
 
Einige Zeit später meldete die Frau, dass der Elektromotor defekt sein und das Boot unkontrollierbar ins Schilf abtreibt. Aufgrund des Umstandes, dass zu diesem Zeitpunkt starker Wind und Wellengang (Windspitzen von bis 45 km/h) herrschte und dadurch eine Gefährdung der in Seenot geratenen Personen bestand, wurde unverzüglich mit der Suche begonnen.

Schwierige Suche

Die Suche gestaltete sich äußerst schwierig, da die Hilfesuchende nur vage Angaben zu ihrem Standort machen konnten. Aufgrund der geringen Hinweise wurde versucht, einen Anhaltspunkt zur Suche zu finden. Erst wurden die Bereiche links und rechts neben der Ausfahrt der Ruster Bucht und die Vogel- und Schotterinsel abgesucht. Gleichzeitig wurde zur besseren Sichtbarmachung das Blaulicht am Boot verwendet. Die Suche in diesen Bereichen verlief negativ.
 
Nachdem der Suchbereich ausgeweitet wurde, konnten die in Seenot geratenen Personen im Schilf des Ostufers des Neusiedler Sees auf Höhe Illmitz, Hölle, aufgefunden werden. Beim E-Boot war der Akku leer und beide Personen hatten die Orientierung verloren. Weiters waren sie soweit in den Schilfgürtel abgetrieben, dass sie trotz vieler Paddelversuche nicht aus dem Schilf kamen. Das funktionsuntüchtige Elektroboot wurde mittels Seil aus dem Schilf gezogen und zur Anlegestelle nach Rust geschleppt.

Der Fundort der in Seenot geratenen Personen war etwa sieben bis acht Kilometer entfernt vom Ausgangspunkt der abenteuerlichen Spritztour.