Erstellt am 30. März 2016, 05:54

von Werner Müllner

Nun gibt’s Geld für die Innenstadt!. Die Gemeinde plant eine „Studie“, um die Frequenz zu steigern. SPÖ will direkt in die Stadt investieren und so helfen.

Projekte. Fürs Cafe Steiner wurde eine Lösung gefunden. Für leere Geschäfte, Konkurrenz durch Einkaufszentren und Internet wird an Maßnahmen gearbeitet. Über das »wie« diskutieren die Parteien. Foto: Müllner  |  NOEN, Müllner

Eisenstadt wird heuer – aufbauend auf den Stadtentwicklungsprozess „Eisenstadt 2030“ – neue Initiativen für die Innenstadt starten. „Wir müssen in die Zukunft blicken und laufend am Standort Eisenstadt arbeiten“, ist Bürgermeister Thomas Steiner (ÖVP) überzeugt, dass gemeinsam mit den Unternehmern, Eigentümern der Immobilien Initiativen in die Innenstadt gesetzt werden müssen.

Schon im Vorfeld zanken sich die Parteien

Aus diesem Grund holt die Landeshauptstadt externe Beratungspartner, die CIMA Austria, ins Boot. Das Ziel ist die Beratung interessierter Hausbesitzer, die Ausarbeitung von Vorschlägen zur Verbesserung des Branchenmixes, sowie die Darstellung möglicher Immobilienleitprojekte zur Erhöhung der Frequenz sein.

„Daraus abgeleitet werden ein aktives Standortmarketing, Vorschläge von Ergänzungen des Handels-, Gastronomie- und Dienstleistungsbesatzes in der Innenstadt, u.v.a. mehr sein“, erläutert Steiner. Zielsetzung der neuen Maßnahmen ist die nachhaltige Steigerung der Frequenzen durch Zusammenarbeit aller Betroffenen.

So weit so gut, doch schon im Vorfeld zanken sich die Parteien. Vize Günter Kovacs (SPÖ): „Anstatt die geplagten Gewerbetreibenden selbst zu fragen, holt man sich Rat beim oberösterreichischen Ableger einer deutschen Beratungsagentur. Der 63.000 Euro-Auftrag soll sofort vergeben werden. Steuergeld, das man schon vor Jahren in die Stadt investiert hätte sollen.“

Molnár: „Wir lassen uns nicht papierln!“

„Die SPÖ hat sich von der konstruktiven Zusammenarbeit leider verabschiedet und ist scheinbar schon in den Wahlkampf-Modus übergegangen“, so Steiner. Hilfe bekommt die SPÖ von der FPÖ, Obmann Géza Molnár: „Offensichtlich war es nie Steiners Plan, eine gemeinsame Entscheidung in Sachen Innenstadtentwicklung zu treffen. Andernfalls hätte die Reaktion auf die SPÖ ja ganz anders aussehen und nicht mit einem Alleingang einhergehen müssen. Wir lassen uns vom Herrn Bürgermeister jedenfalls nicht papierln.“

Steiner bietet seine Zusammenarbeit an: „Wir laden auch weiterhin alle Parteien zur konstruktiven Zusammenarbeit ein. Dass sich die SPÖ für das ‚Dagegen sein‘, Schlechtreden und Nichtstun entscheidet, ist zwar bedauerlich, bestärkt uns in unserem Ansinnen für Eisenstadt zu arbeiten und zu entscheiden umso mehr.“

Von Seiten des Stadtmarketings wollte man zu den Konzepten kein Statement abgeben.