Erstellt am 19. Mai 2016, 05:44

von Doris Fischer

Oberst Füzi: 40 Jahre für die Polizei. Oberst Franz Füzi will sich in seiner neu gewonnenen Freizeit dem Reisen und ab Herbst seinem ersten Enkelkind widmen.

Neuer Lebensabschnitt. Oberst Franz Füzi war einst jüngster Leutnant Österreichs - jetzt trat er in den Ruhestand. Organisationsreform, U-Bahn-Eröffnung, Begleitung von Staatsbesuchen und des schwedischen Königspaars bleiben ihm in Erinnerung.  |  NOEN, unknownzvg
Eine Ära geht zu Ende. Nach 40 Jahren und sieben Monaten hat Oberst Franz Füzi, Leiter der Verkehrsabteilung der Landespolizeidirektion, mit Anfang Mai seinen wohlverdienten Ruhestand angetreten.

Mit 24 Jahren als Leutnant ausgemustert

Der gebürtige Pamhagener (Bezirk Neusiedl am See), dessen Herz seit seiner Schulzeit im Gymnasium der Diözese (Wolfgarten) an der Landeshauptstadt hängt, startete seine Polizeikarriere im Jahre 1975 in Wien, Innere Stadt.

„Am Ende der Ausbildung konnten wir uns entscheiden, wo wir Dienst versehen möchten. Für mich als an Geschichte-Interessierten kam nur der erste Bezirk in Frage“, schmunzelt der Jungpensionist, der als jüngster Offizier Österreichs die Sicherheitsakademie in Mödling absolvierte: Er wurde mit 24 Jahren als Leutnant ausgemustert.

Eine ereignisreiche Polizeikarriere folgte: „Höhepunkte waren sicherlich die beiden Papstbesuche 1983 in Wien und 1988, wo ich den ganzen Einsatz geleitet habe“, erzählt der Oberst, der nur wenige Stellen durchlief.
Aber auch die EU-Präsidentschaft und die Fußball-EM fanden unter seiner Leitung in der Verkehrsabteilung statt.

Schwedischen König im Burgenland begleitet

Weiters war Füzi bei der Eröffnung der ersten Wiener U-Bahn mit dabei, erlebte die Zusammenlegung der Sicherheitswache, der Kriminalabteilung und der Gendarmerie oder eskortierte den einen oder anderen Staatsmann. Einschneidend war für den begeisterten Sportler der Besuch des schwedischen Königspaars im Burgenland.

Positiv, so Füzi, sei die Verringerung der Verkehrstoten. Waren es 1975 noch 2.980, so zählte man 2014 530 Verkehrstote. „Das hängt mit der verstärkten Präsenz und Kontrolle zusammen“, ist er sich sicher.
Jetzt, in seiner Pension, möchte er sich aufs Reisen konzentrieren. Und im Herbst kommt das erste Enkerl.

Werdegang:

Der Leiter der Landesverkehrsabteilung ist mit Anfang Mai in den Ruhestand versetzt worden.

  • Der in Pamhagen (Bezirk Neusiedl) geborene Franz Füzi – er besuchte das Gymnasium der Diözese (Wolfgarten), wo er maturierte – begann 1975 seinen Polizeidienst in Wien im ersten Bezirk im Wachzimmer Goethegasse.

  • Danach ging es für ihn nach Mödling zur Ausbildung in die Sicherheitsakademie. Franz Füzi war nach Beendigung der Sicherheitsakademie der jüngste Offizier Österreichs. Er wurde mit 24 Jahren zum Leutnant ausgemustert.

  • 1982 und 1983 war Oberst Franz Füzi stellvertretender Abteilungskommandant in Wien-Hietzing.

  • Am 1.1.1984 folgte die Versetzung nach Eisenstadt.

  • 1984-2001: stellvertretender Zentralinspektor (vergleichbar mit dem heutigen Stadtkommandanten).

  • Juli 2005 bis 30. April 2016: Leiter der Verkehrsabteilung der Landespolizeidirektion.

  • seit 1. Mai 2016: Versetzung in den Ruhestand.