Erstellt am 10. Oktober 2012, 00:00

ÖVP: 16 Stimmen kosteten ein Mandat. ÖVP Eisenstadt / Über 50 Prozent der Eisenstädter halten die ÖVP nach wie vor für die Nummer 1, dennoch: zwei Mandate sind futsch.

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Von Werner Müllner

EISENSTADT / Auf die Frage, ob sich der neue und alte Bürgermeister Thomas Steiner (ÖVP) mit knapp über 50 Prozent für den Verlierer der Wahl hält, meint dieser: „Man muss sich die Wahlziele ansehen: Wir wollten die Absolute halten und die Mandatsmehrheit behalten, das haben wir geschafft. Die Grünen? Die haben zugelegt, die Absolute konnten sie aber nicht brechen. Die SPÖ ist zwar um eine Spur stärker geworden, aber die Ziele, dass die SPÖ den Bürgermeister stellt oder die Absolute bricht — keine Spur.“

Steiner erklärt weiter: „Wenn man sich das Ergebnis ganz genau ansieht, dann sieht man, dass die SPÖ das Mandat um exakt 16 Stimmen gewonnen hat. Wie auch immer, die Wähler wollten es so.“

Steiner erklärt weiter: „Mehr als 50 Prozent an Stimmen und eine eindeutige Mehrheit bei der Bürgermeisterwahl sind ein klarer Auftrag an die ÖVP.“

In einer ersten Reaktion im Fernsehen erklärte Vizebürgermeister Günter Kovacs (SPÖ), dass nun – nach der neuen Mandatsverteilung – die ÖVP mit einem guten Angebot kommen müsse.

„Zusammenarbeit wie bisher als Angebot“ 

Auf die Frage, ob es dieses Angebot geben werde, meinte Bürgermeister Thomas Steiner: „Wie auch vor der Wahl, werde ich an alle Parteien ein Angebot zur Zusammenarbeit machen. Ich bin gespannt, ob es in dieser Periode von der SPÖ angenommen werden wird.“

Durch die Vorzugsstimmen gab es parteiintern bei der Volkspartei eine Verschiebung. Christoph Schmidt überholte auf der Liste Christian Schmall, der somit aus dem Gemeinderat fällt.

Dieser meint dazu: „Ich nehme das zur Kenntnis, das ist ein demokratisches Ergebnis, das ich natürlich anerkenne.“

Der ehemalige Vizebürgermeister und jetzige ÖVP Klubobmann macht keinen Hehl daraus, dass er gerne in das Team der ÖVP Eisenstadt zurückkehren möchte: „Wenn mir etwas angeboten wird oder sich eine Aufgabe ergibt, dann nehme ich diese gerne an.“

Bürgermeister Thomas Steiner meint zu der Verschiebung nur, dass das Wahlrecht eben diese Möglichkeit vorsieht und das Ergebnis anzuerkennen ist.

Abschied. Ex-

Vizebürgermeister Christian Schmall verlässt die Politbühne.

Müllner