Erstellt am 10. Februar 2016, 04:58

von Nina Sorger

Offener Brief von Kinderfreunde-Posch: „Es ist genug“. Kinderfreunde-Obmann Andreas Posch kritisiert ÖVP-Vize Thomas Kittelmann in einem offenen Brief.

Verärgert. Steinbrunns Kinderfreunde-Obmann Andreas Posch.  |  NOEN, Nina Sorger
Kritik vonseiten der ÖVP an der Arbeit der Steinbrunner Kinderfreunde, wie etwa dem „happy kids camp“, einem Fest für Kinderrechte in Volksschule und Kindergarten oder ein Aushang der Kinderfreunde im Kindergarten zum Kinderturnen, veranlasste Kinderfreunde-Obmann Andreas Posch zu einem offenen, offiziellen Brief, der unter anderem auch auf Facebook veröffentlicht wurde, an ÖVP-Parteiobmann Thomas Kittelmann. Er solle, so der Kinderfreunde-Obmann, seine Truppe „in Griff bekommen“.

„Auch ÖVP-Familien bei Kinderfreunde-Events“

„Manche ÖVP-Funktionäre regen sich auf ungute Art auf. Nicht, dass sie direkt an mich herantreten, sondern hinterrücks schimpfen sie. Während sie dir ins Gesicht lächeln, hauen sie dir hinterrücks das Hackl ins Kreuz“, lässt Andreas Posch seinem Ärger freien Lauf und ergänzt: „Politische Kämpfe lasse ich nicht auf meinem Rücken austragen.“ Posch weiter: „Dass wir gute Arbeit machen, zeigt sich auch in der Mitgliederzahl.“

Immerhin können sich die Steinbrunner Kinderfreunde über mehr als 110 zahlende Mitglieder freuen. Und auch wenn es sich bei den Kinderfreunden um eine Vorfeldorganisation der SPÖ handelt: „Wir sind über die Parteigrenzen hinaus aktiv. Immerhin nehmen auch ÖVP-nahestehende Familien unser Angebot in Anspruch“, betont Posch.

Kittelmann: „Der offene Brief ist Mediengeilheit“

Über den offenen Brief verwundert zeigt sich der Adressat, ÖVP-Obmann Thomas Kittelmann (Foto unten): „Die Art und Weise verstehe ich nicht. Genau das, was er uns vorwirft, wir würden nicht das direkte Gespräch suchen, macht jetzt Andi Posch. Der offene Brief ist Mediengeilheit. So etwas diskutiert man nicht über soziale Medien, sondern im persönlichen Gespräch. Aber das hätte medial nicht so eine Wirkung.“

Kittelmann selbst betont die politische Zugehörigkeit der Kinderfreunde zur SPÖ. „Die Kinderfreunde machen politische Erziehung – siehe dem Tag der Kinderrechte, den sie in der Volksschule und im Kindergarten mit einem Fest zelebrierten. Würden wir das als JVP machen, wäre Feuer am Dach“, ist sich Kittelmann sicher.