Erstellt am 10. Dezember 2014, 09:20

von Nina Sorger

Oggau: G'riss um Turnhalle. Ein aufzuhebender Gemeinderatsbeschluss, Turnsaal oder -halle und der Wohnungsbau gaben Diskussionsstoff.

Für Turnsaal. Bürgermeister Ernst Schmid (SPÖ). Foto: Sorger  |  NOEN, Sorger
Ein Beschluss über die Ausschreibung von Planungsarbeiten „für eine Turnhalle oder einen Turnsaal“ musste in der jüngsten Gemeinderatssitzung auf Anordnung der Gemeindeabteilung des Landes aufgehoben werden, da Ausschreibungen nur für das eine oder für das andere möglich seien.

Aufhebung einstimmig, Halle mit ÖVP und FBL

„Zuerst mussten wir den Antrag auf ,Turnhalle oder Turnsaal‘ abändern, damit wir uns nach der Ausschreibung entscheiden, was gescheiter ist. Jetzt heißt es, das geht nicht!“, so Vize Peter Eibl (ÖVP): „Außerdem ist die Bezirkshauptmannschaft die Baubehörde und nicht die Gemeindeabteilung!“

Anders sah dies Bürgermeister Ernst Schmid (SPÖ): „Es kommt drauf an, wer die höhere Stelle ist.“ Die Aufhebung des Beschlusses erfolgte einstimmig.

Drei Tagesordnungspunkte später stand dann die Ausschreibung „für eine Turnhalle“ auf dem Programm. Hier spießte es sich an der Frage: „Halle oder Saal?“

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Die ÖVP wünscht sich eine Turnhalle, „weil man einen Turnsaal nicht erweitern kann.“ Bürgermeister Schmid stellte einen Gegenantrag auf Bau eines Turnsaales, „weil wir nicht mehr brauchen.“

Allerdings wurde dieser Antrag abgeschmettert. ÖVP und FBL, die zusammen die Mehrheit haben, stimmten für die Ausschreibung für den Bau einer Turnhalle.

Wohnungsbau: VP vermutet „ein abgekartetes Spiel“

Für Diskussionen sorgte auch ein Ansuchen der Ersten Burgenländischen Siedlungsgenossenschaft um den Ankauf eines weiteren Gemeindegrundes zum Wohnungsbau – jenes Grundstückes, das einst als Standort für ein neues Feuerwehrhaus im Gespräch war.

„Derzeit ist in Oggau keine Wohnung frei – ohne sie hätten wir rund 200 Einwohner weniger – und es bringt Geld in die Gemeindekasse“, so Schmid dafür ein.

Für die ÖVP ist dies „ein abgekartetes Spiel“: „Vermutlich war das schon früher abgesprochen, darum wurde das Feuerwehrhaus dort nicht gebaut“, empörte sich Vize Eibl. ÖVP und FBL stimmten gegen den Verkauf. Dafür beschlossen sie mit Gegenstimmen der SPÖ, auf eben jenem Grundstück „eine Naturwiese“ einzurichten.