Erstellt am 01. Dezember 2010, 00:00

Online-Elternsprechtag: Viele Stunden gespart. RICHTUNGSWEISEND / Erstmalig wurde in Österreich ein Elternsprechtag per Internet geplant. Eltern sparten sich das Anstellen.

Modellprojekt. Dietmar Eiszner, Obmann des Elternvereines, Gerd Bachkönig, EDV-Administrator und Schulleiterin Angela Fleischhacker (v.l.) – die Initiatoren des Online-Sprechtages.ZVG  |  NOEN
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VON WERNER MÜLLNER

EISENSTADT / Auf Anregung des Elternvereins der Hauptschule Theresianum wurde beim ersten Elternsprechtag die Voranmeldung per Internet durchgeführt. Die HS Theresianum hat als erste Schule in Österreich diese Version getestet und den Versuch auf Anhieb bestanden. Damit konnten auf einem Schlag lange Wartezeiten abgestellt werden.

„Ein Elternsprechtag ist sowohl für Lehrer als auch Erziehungsberechtigte eine organisatorische Herausforderung, die oftmals in langen Warteschlangen vor den Klassenzimmern endet“, so Dietmar Eiszner, Obmann des Elternvereins. „Im Zuge des diesjährigen Schulforums haben die Lehrer und die Elternvertretung gemeinsam über mögliche Lösungen für eine bessere Planbarkeit des Elternsprechtages diskutiert“, so Schulleiterin Angela Fleischhacker.

97,7 Prozent der Eltern sind  für Fortführung des Projekts

Im Internet fand die Elternvertretung eine Firma, die Online-Terminreservierungen für Elternsprechtage möglich macht. Alle Erziehungsberechtigten wurden informiert und zur Teilnahme eingeladen. In diesem Schreiben wurde jedem Kind ein persönlicher PIN-Code zugeteilt, über den man in das Anmeldesystem einsteigen konnte. Dort konnte man seine Gesprächstermine bei „seinen“ Lehrern reservieren. Eine statistische Auswertung der Software-Firma „Smile Company“ ergab, dass die Eltern von 296 Schülern (65 %) insgesamt 858 Termine reserviert haben. Bereits am ersten Tag der Anmeldung wurden 583 Termine vergeben, davon in den ersten zehn Minuten 120 Termine.

Am Elternsprechtag wurde den anwesenden Eltern ein anonymer Fragebogen angeboten. Rund 96 Prozent der 174 befragten Eltern haben sich bei diesem Sprechtag an der Online-Anmeldung beteiligt. Für 78,7 Prozent der Eltern haben sich die Wartezeiten wesentlich, für 15,5 Prozent teilweise verkürzt. „Die wesentlichste Frage, ob die Online-Anmeldung beim nächsten Elternsprechtag wiederholt werden soll, beantworteten 97,7 % eindeutig mit Ja“, freut sich Eiszner. „Nachdem der erste Versuch geglückt ist und eine derart hohe Zahl an Eltern eine Wiederholung wünscht, werden wir die Online-Anmeldung nach Möglichkeit auch beim nächsten Elternsprechtag durchführen“, so Fleischhacker abschließend.