Erstellt am 12. November 2014, 09:03

von Werner Müllner

Roschek: „Lass‘ mir Kochen nicht verbieten…“. Nach Anzeige droht der Sozialeinrichtung beim Stadttor quasi das Aus. Doch Roschek denkt nicht ans Aufgeben .

Unterstützer. Barbara Karlich, Franz Steindl und viele mehr haben die Pannonische Tafel von Andrea Roschek (l.) schon unterstützt.  |  NOEN, Müllner
Verzagtheit, Kopfschütteln und Unverständnis gehören zum Tagesgeschäft von Andrea Roschek, Initiatorin der Pannonischen Tafel. Die Tafel verteilt von Unternehmen gespendete Lebensmittel an Bedürftige. Ein Teil dieser Lebensmittel wird verkocht und so in der Pannonischen Tafel verteilt.

Dieser Tage ist Unverständnis am Programm. Aufgrund einer anonymen Anzeige soll es der Pannonischen Tafel verboten werden, zu kochen.

Verzweiflung, aber keine Mutlosigkeit

Unbestätigte Gerüchte besagen, dass es einerseits Probleme vonseiten der Gewerbeordnung andererseits vonseiten des Lebensmittelinspektors geben soll. Von offizieller Seite beruft man sich auf die Amtsverschwiegenheit.

Andrea Roschek erklärt: „Zu uns kommen pro Tag rund 15 Leute zum Essen, bekämen sie es bei uns in der Tafel nicht, dann hätten sie kein Essen.“ In den vergangenen Wochen kommen auch immer wieder Syrer, die in Eisenstadt untergebracht sind, in die Pannonische Tafel in der Nähe des Stadttors zum Essen.

Roschek ist verzweifelt aber nicht mutlos: „Ich lasse mir das Kochen nicht verbieten. Was nun von uns verlangt wird, sind Standards wie in der Gastronomie, wie Nirostaküche, doppelte Toilettenanlagen etc. zu schaffen. Das ist für die Pannonische Tafel nicht möglich.“

Spenden sammeln wird auch erschwert

Obendrein soll der Pannonischen Tafel verboten werden, Spendenboxen aufzustellen. Roschek: „Wir dürfen im Zusammenhang mit einer Leistung, wie zum Beispiel der Essensausgabe, keine Spendenboxen aufstellen.“

Aufgeben? Für Roschek kein Thema: „Wir überlegen, notfalls auch abends Essen anzubieten, um hungrigen Menschen zu helfen. Wir schaffen nun eine Kochgemeinschaft auf privater Basis, denn es gibt ein Recht auf angemessene Ernährung und darum möchte sich das Team der Pannonischen Tafel auch weiter kümmern.“