Erstellt am 25. November 2015, 02:13

von Nina Sorger und Wolfgang Millendorfer

Papageno im Schilf?. Wolfgang Werner plant beim Ruster Seehotel Theater für Kinder. Derweil wurde Schuldenregulierungsverfahren eröffnet.

Veranstaltungsort. Wolfgang Werner plant für 2017 beim Seehotel Rust ein »Theater im Schilf«, doch noch ist nichts konkret. Foto: Sorger  |  NOEN, Nina Sorger

Wolfgang Werner, Ex-Intendant der Opernfestspiele St. Margarethen, plant – gemeinsam mit Bühnenbildner Manfred Waba ein Musiktheater-Projekt in Rust, und zwar auf einer Halbinsel auf dem Gelände des Seehotels Rust.

„Papagenos Musikwelt soll ein Theater im Schilf werden, Kinderoper oder Musical. Eine Bühne und Tribüne in entsprechenden Dimensionen soll entstehen“, so Waba. Hört sich sehr konkret an – ist es aber nicht, wie Waba betont.

Bürgermeister: „Noch ist gar nichts konkret“

Auch Wolfgang Werner selbst verweist auf weitere Gespräche mit der Gemeinde und dem Seehotel. Auch beim Land habe man bereits vorgesprochen. Die Pläne seien aber bereits weit gediehen, so Werner: „Die Idee ist sehr gut angenommen worden und jetzt müssen die einzelnen Bausteine noch zusammengefügt werden.“

Im Sommer 2017 will Wolfgang Werner sein Projekt starten, das „ein völlig neuartiges Festivalformat für das Burgenland“ werden soll.

Rusts Bürgermeister Gerold Stagl (SPÖ) steht dem Projekt „grundsätzlich positiv“ gegenüber, aber: „Noch ist gar nichts konkret. Es gibt einen Termin in zwei Wochen, nach dem ich hoffentlich mehr weiß.“

Seitens des Seehotels Rust erklärt Direktor Ludwig Staller: „Es gibt Pläne, aber weder Genehmigungen noch Förderungen. Solange da nichts fix ist, ist auch nicht abzusehen, ob das Projekt was wird.“

Und Geld braucht Wolfgang Werner: In der Vorwoche gab der Alpenländische Kreditorenverband auch bekannt, dass über das Privatvermögen Wolfgang Werners ein Schuldenregulierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet wurde. Gläubiger können ihre Forderungen bis 25. Jänner anmelden. Darauf angesprochen, meint Werner nur: „Dazu kann ich nichts sagen, das machen meine Anwälte.“