Erstellt am 13. Januar 2016, 05:33

von Werner Müllner

Parkleitsystem für die Innenstadt. Neben der Orientierungshilfe für Parkplatzsuchende in Eisenstadt kündigt Stadtchef Thomas Steiner Lösung für die Schulkreuzung an.

Verwirrend. Oft versprochen und heuer soll es so weit sein. Für's Geradeausfahren soll es an dieser Kreuzung eine Testphase geben. Fotos: Müllner  |  NOEN, Müllner
 Die Innenstadt, der Verkehr und die Bildung hat sich Bürgermeister Thomas Steiner (ÖVP) auf seine Zu-tun-Liste für 2016 geschrieben. Diese Punkte werden auch im Mittelpunkt der morgigen Neujahrsansprache des Bürgermeisters stehen. Ein paar Punkte stellt Steiner vorab in der BVZ vor.

Hinweistafeln an neuralgischen Punkten

Das offensichtlichste Projekt in einer Reihe von Verkehrsprojekten (Stadtbus, Maßnahmen für Fußgänger und Radfahrer, Kleinhöfleiner Hauptstraße, Kreuzungslösung am Bad Kissingen Platz), wird ein Parkleitsystem sein. An den neuralgischen Punkten in der Eisenstädter Innenstadt sollen Hinweistafeln für die nächsten freien Parkplätze stehen.

Steiner: „Ich stelle mir das so vor, dass man ablesen kann, wie viele Plätze auf, welchem Parkplatz frei sind.“ Hier befinde man sich in der Planungsphase, man sei dabei, die technische Umsetzbarkeit auszuloten.
„Das Wichtigste ist, dass wir das Projekt angehen und dass es dann auch funktioniert“, sieht Steiner die Umsetzung pragmatisch.

Eng mit dem Thema Parken sind die Themen Innenstadt und die Fußgängerzone verbunden. Steiner: „Es gibt genug Parkplätze in Innenstadtnähe. Würde man bei diesen Parkplätzen die Bewirtschaftung aufgeben, dann hätte das lediglich zur Folge, dass die Parkplätze den ganzen Tag verparkt wären. Die Parkplätze sollen Kunden zur Verfügung stehen.“ Steiner weiter: „…und die Parkplätze auf der Feldstraße und am Krautgarten sind an Samstagen sowieso frei, alle anderen Plätze jeden Tag ab 16 Uhr.“

Geradeausfahren bei der Volksschule

Eine wesentliche Änderung wird es auch beim leidigen Thema „Geradeausfahren bei der Volksschule“ geben. Steiner: „Es braucht noch ein wenig Diskussion und den Rat der Experten, wobei der Bürger oft der beste Experte ist. Aber es wird eine Lösung geben. Ich kann mir eine Phase vorstellen, in der man testweise – wie bei der Öffnung beim Bierstüberl – vom Bischofshof kommend gerade aus in die Rochusstraße fahren darf.“

Diese Frage ist auch im Zusammenhang mit einer Entlastung des Domplatzes vom Busverkehr und mit Maßnahmen für die Innenstadt zu sehen.

„Ich kann mir vorstellen, dass wir neben dem Domplatz einige Haltestellen in die Rochus Straße verlegen, was dann auch wieder Auswirkungen auf eine Lösung für diese Kreuzung haben wird. Aber diese Frage ist sehr komplex und soll gründlich ausdiskutiert werden“, so Steiner. Einer der angekündigten Schwerpunkte betrifft die Innenstadt.

„Es ist ja nicht so, dass man die Innenstadt retten müsste“, erklärt Steiner: „Ich wehre mich dagegen, dass man – oft auch aus parteipolitischen Gründen – die Innenstadt schlechtredet. Man muss immer etwas tun, man muss immer wieder Initiativen setzen.“



Vonseiten der Stadt will man dazu Akzente setzen. Steiner: „Dabei geht es nicht nur um Branchenmix und um Förderungen. Es muss mehr Angebote für Jugendliche und Kinder geben, viele kleine Veranstaltungen. Die Innenstadt muss ein Erlebnis sein. Mit Blumenschmuck, Sauberkeit und Veranstaltungen haben wir auch in den letzten Jahren Initiativen gesetzt. Gemeinsam mit Experten wollen wir uns die Innenstadt ansehen und uns neue wertvolle Tipps holen, die wir mit Tourismus, Stadtmarketing und Wirtschaft umsetzen wollen.“ Steiner: „Wer sich wohlfühlt, wird auch gerne in die Innenstadt kommen.“

„Konkreter Handlungsbedarf besteht bei der Neuen Mittelschule“, so Steiner: „Nach dem Grundsatzbeschluss, die Schule am bestehenden Standort zu modernisieren, geht es 2016 ans Eingemachte. 4,2 Millionen Euro sind dafür vorgesehen.“

Die Schule wird hinsichtlich des Brandschutzes, der Elektroinstallationen, der Barrierefreiheit sowie des Raum- und Funktionskonzeptes an die erforderlichen Bedingungen der heutigen Zeit angepasst.