Erstellt am 16. Oktober 2013, 12:05

Parkplätze einsparen?. Eisenstadt | Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) verlangt, dass weniger Parkplätze gebaut werden, um den Wohnbau zu pushen.

»Würde man beispielsweise bei Neubauten von Büros oder ähnlichen Einrichtungen (am Bild Raiffeisen), wie vom VCÖ verlangt, keine Stellplätze vorschreiben, wären Kunden sowie Belegschaft, die mit dem Auto anreisen, gezwungen ins Wohngebiet auszuweichen. Das kann sicherlich nicht der Weisheit letzter Schluss sein«, stellt Bürgermeister Steiner zur VCÖ-Forderung klar. Foto: Müllner  |  NOEN, Müllner
Von Werner Müllner

Untersuchung | Die derzeit gültige Stellplatzverordnung sieht zwei Parkplätze pro Wohneinheit bei Einfamilienhäusern sowie bei mehrgeschossigen Wohnungsbauten vor.

In Zukunft mehr autofreie Haushalte im Burgenland

Geht es nach dem Verkehrsclub Österreich (VCÖ) sollte diese Verordnung fallen. „Eine Reform der Stellplatzverordnung macht Geld für den Bau zusätzlicher Wohnungen frei. Aufgrund des Bevölkerungswachstums braucht es auch im Burgenland, insbesondere im Raum Eisenstadt, eine Ankurbelung des Wohnbaus. Der VCÖ weist darauf hin, dass es in Zukunft mehr autofreie Haushalte im Burgenland geben wird. Statt einer Pkw-Stellplatzverpflichtung braucht es für neue Wohn- und Bürogebäude umfassende Mobilitätskonzepte inklusive Carsharing Angebote“, heißt es in der Aussendung.

„Über eine Änderung der derzeitigen Vorgangsweise kann überhaupt erst dann nachgedacht werden, wenn Bund und Land massiv in die Verkehrsinfrastruktur des Burgenlandes investieren“, erklärt Bürgermeister Thomas Steiner.

Auslastung spricht eine klare Sprache

Zahlreiche Menschen kommen aus den Umlandgemeinden mit dem Pkw nach Eisenstadt und benötigen natürlich einen Parkplatz.

Die Auslastung der derzeit vorhandenen Parkplätze sowie die Stellplätze der großen Arbeitgeber sprechen hier eine klare Sprache. „Würde man beispielsweise bei Neubauten von Büros, wie vom VCÖ verlangt, keine Stellplätze vorschreiben, wären Kunden sowie Belegschaft, die mit dem Auto anreisen, gezwungen, ins Wohngebiet auszuweichen. Das kann sicherlich nicht der Weisheit letzter Schluss sein“, stellt Steiner klar.

Lesen Sie zum Thema auch den dieswöchigen BVZ-Kommentar von Werner Müllner: