Erstellt am 16. September 2015, 11:30

von Doris Fischer

Parteien: Absagen statt feiern. Politische Parteien sagten ihre Veranstaltungen ab, da sie nicht mit dem Veranstaltungsgesetz in Konflikt geraten wollten.

Kein Sturmheuriger. Für ÖVP-Obmann Karl Tinhof (l.) und sein Team gehörte der Sturmheurige zum Fixpunkt der Müllendorfer Veranstaltungen.  |  NOEN, BVZ

Das Oktoberfest in Trausdorf, der Sturmheurige in Müllendorf sowie das Oktoberfest der SPÖ-Müllendorf wurden nun aus Angst vor Anzeigen des „Bündnis Gastronomie Österreich“ (BDGA) kurzerhand abgesagt.

„Aufgrund der gesetzlichen Rahmenbedingungen sehen wir uns gezwungen, unser heuriges Oktoberfest abzusagen“, betont Mitorganisatorin Gerda Haselbauer von der Trausdorfer ÖVP-Frauenbewegung.

Dorfgemeinschaft leidet unter Absagen

Natürlich würde sie es schade finden, schließlich sei es immer eine gut besuchte Veranstaltung gewesen. „Vergessen wird dabei, dass die Absage auch Auswirkungen auf die Gewerbebetriebe hat. Denn gibt es keine Veranstaltung, kaufe ich auch keine Stelzen etc. ein“, gibt Haselbauer zu bedenken.

Sie und die JVP Trausdorf hoffen, dass das Fest nächstes Jahr, sofern die politischen Rahmenbedingungen passen, wieder stattfinden kann. Um keine Schwierigkeiten zu bekommen, hat auch ÖVP-Obmann Karl Tinhof das heurige Sturmfest abgesagt. „Der Dorfgemeinschaft ist das nicht gerade dienlich“, kritisiert er die Anzeigenflut.

Und auch das für 3. Oktober anberaumte SPÖ-Oktober-Fest fällt heuer ins Wasser. „Aufgrund der derzeit geltenden Rechtslage ist es politischen Parteien nicht gestattet, in der bisher üblichen Form Veranstaltungen durchzuführen“, begründet Müllendorfs SPÖ-Obmann Norbert Rauhofer die Absage.

Grundsätzlich hofft er auch, dass Voraussetzungen geschaffen werden, damit in Zukunft derartige zur Tradition gewordenen Feste wieder stattfinden können.