Erstellt am 24. November 2010, 00:00

Passion kostenpflichtig?. PASSION / Esterházy will Nutzungsentgelt für neue Steinbruch-Infrastruktur. Passion: „Über Verwendung noch verhandeln.“

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VON NINA SORGER

SANKT MARGARETHEN / 2011 finden die Passionsspiele erstmals im neu adaptierten Römersteinbruch statt. Dann möchte die Esterházy Privatstiftung an den Einnahmen aus dem Kartenverkauf – 2006 waren dies 1,26 Millionen Euro – beteiligt werden. In der Passionsspielgemeinde sind die Meinungen daher gespalten. „Die Einnahmen gehören ausschließlich für gute Zwecke“, meint ein Passionsspieler. Kurt Kugler, ehemaliger Passionsregisseur, zeigt aber Verständnis: „So fair muss man sein. Es wurde ja viel in die Infrastruktur hineingesteckt, da ist es klar, dass etwas zurückverlangt wird.“

Gerüchteweise ist von fünf Prozent die Rede – die weder von der Passion noch von der Esterházy Stiftung bestätigt werden, da noch verhandelt werde. Esterházy-Sprecherin Edeltraud Werschlein: „Sollte sich aus den Vertragsgesprächen ein geringer Prozentsatz als Nutzungsentgelt für die neue Infrastruktur des Steinbruches ergeben, so ist es selbstverständlich, dass Esterházy dieses Entgelt karitativen, sozialen und kulturellen Zwecken zuführt.“ Doch hier scheiden sich noch die Geister. Kugler: „Über den Prozentsatz und die Verwendung ist noch zu verhandeln. Wenn das Geld kulturellen Zwecken wie der Oper zugutekommt, ist das nicht im Sinne der Passion.“ Wann die Verhandlungen abgeschlossen werden, sei noch nicht absehbar, so Werschlein und Kugler unisono.