Erstellt am 17. November 2010, 00:00

Pogats: Viele Tabletten. TODESURSACHE / Beruhigungsmittel haben zum Herz-Kreislauf-Versagen des Eisenstädter Künstlers Christian Pogats geführt.

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VON DORIS FISCHER

EISENSTADT / Mit Bedauern musste die Kunst- und Kulturszene Ende Juli vom 43-jährigen Eisenstädter Schauspieler und Musiker Christian Pogats Abschied nehmen. Er wurde am letzten Juli-Wochenende tot in seiner Wohnung aufgefunden. Auf Wunsch eines Bekannten öffnete die Polizei die Tür zu Pogats’ Wohnung.

Beruhigungsmittel führten  zu Kreislaufversagen

Nachdem die Todesursache nicht eindeutig festgestellt werden konnte, wurde eine Obduktion angeordnet. Nun liegt der Bericht vor. „Der Künstler ist an einer Beruhigungsmittelvergiftung gestorben“, bestätigt der Leiter der Sicherheits- und verwaltungspolizeilichen Abteilung, Oberrat Karl Kilian. Diese hätte, laut Kilian, zu einem Herz-Kreislauf-Versagen geführt. „Er dürfte einfach zu viele Beruhigungsmitteln eingenommen haben“, so Kilian.

Gegenüber der BVZ begründete Kilian die lange „Wartezeit“ auf den Bericht damit, dass in der Gerichtsmedizin gewartet wurde, bis mehrere gleich geartete Proben untersucht wurden.

Einem breiten Publikum Pogats durch seine Rolle als „Zuckerbäcker“ in der ORF-Serie „Schlosshotel Orth“ bekannt geworden. Fünf Staffeln lang, in über 50 Folgen, war er seit dem Jahr 2000 in dieser Rolle auf dem Bildschirm zu bewundern. Seine letzte große Rolle spielte er im Tatort „Operation Hiob“, der am 4. Juli erstausgestrahlt wurde.