Erstellt am 14. März 2012, 00:00

Politik muss entscheiden. DISKUSSIONSBEDARF / In der Silvesterstraße verhärten sich die Fronten zwischen Anrainern und Bauwerber immer mehr.

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VON BETTINA EDER

UND MARIO KANITSCH

EISENSTADT / Der positive Baubescheid des geplanten Wohnprojekts ist dieser Tage vom Magistrat zugestellt worden. Die 49 Einsprüche der Anrainer hatten nicht den von ihnen gewünschten Effekt.

Anrainer Hannes Gutsch dazu: „Wir fühlen uns in unseren Nachbarschaftsrechten übergangen. Es gibt gewisse Richtlinien, die österreichweit üblich sind – nur nicht hier.“ Dem widerspricht Bürgermeister Thomas Steiner: „Es gibt eine klare Anweisung, hier – wie sonst auch – muss man sich strikt an die geltenden Richtlinien und Gesetze halten.“

Anrainer: „Können tun,  was sie wollen!“

Genau das stößt den Anrainern sauer auf: „Auf Nachfragen bei der Gemeinde, aus welchem Grund unsere Einwände nicht berücksichtigt wurden, wurden wir informiert, dass es für dieses Grundstück keine Baurichtlinien gibt. Den Häuselbauern in dieser Gegend müsste man also sagen, dass sie tun können, was sie wollen“, so Gutsch. Dietmar Eiszner, Büroleiter des Stadtchefs, stellt richtig: „Bebauungsrichtlinien waren bis zu einer Novellierung des Baugesetzes 1998 in jeweils eigenen Bescheiden geregelt. Seit 1998 werden diese nach einer neuen Widmung mit Teilbebauungsplänen verordnet. In bestehenden Stadtteilen richtet sich die Bebauungsweise von unbebauten Grundstücken an den umliegenden vorhandenen Baubestand.“