Erstellt am 21. März 2016, 18:00

von APA/Red

Polizei rechnet mit Bau grenznaher Zeltlager. Bei der Polizei stellt man sich auf den Bau grenznaher Zeltlager für Flüchtlinge in Ungarn ein.

 |  NOEN, APA/HELMUT FOHRINGER
"Es ist grundsätzlich beabsichtigt, in Körmend und Szentgotthard Zeltlager zu errichten", sagte der Stv. Landespolizeidirektor Werner Fasching am Montag. In Körmend gebe es schon eines, ein Betrieb sei dort aber nach derzeitigem Stand "sicherlich nicht zu erwarten vor Mitte April."

"Wenn es in Betrieb genommen wird, werden wir auf alle Fälle rechtzeitig verständigt", so der Generalmajor. "Wir schauen uns die internationale Lage sehr genau an, vor allem was die Grenzübertritte betrifft an der ungarisch-serbischen Grenze. Das sind momentan bis zu Hundert täglich, die irgendwann dann auch wieder zu uns kommen." An der serbischen Grenze gebe es in Ungarn eine Justizanstalt, in der sich auch Flüchtlinge befunden hätten. Diese werde nun von den Flüchtlingen wieder frei gemacht.

Derzeit ca. Zwei- bis Dreitausend Flüchtlinge in Ungarn

"Wir schätzen, dass in Ungarn derzeit Zwei- bis Dreitausend Flüchtlinge sein sollten", sagte Fasching. Man habe derzeit noch keine genauen Informationen über die Routenentwicklung. "Es ist nicht auszuschließen, dass sie über Bulgarien, Rumänien und dann über Ungarn wieder zu uns kommen. Das beobachten wir sehr genau." Man sei auch in Kontakt auf höchster Ebene, sowohl seitens der Politik als auch der Polizei.

Im Burgenland habe es zu Beginn des Jahres fast keine Aufgriffe von Flüchtlingen gegeben. Mittlerweile pendle sich die Zahl zwischen 50 und 100 wöchentlich ein, wobei immer wieder auch Schlepper aufgegriffen würden, erläuterte Fasching.

Der burgenländische Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) hat sich gegenüber dem "Kurier" für "fixe Grenzkontrollen" im Burgenland ausgesprochen, sollte dies notwendig sein. Dies wäre etwa dann der Fall, wenn die Polizei merke, "dass es größere Aktivitäten der Schlepper-Mafia gibt", sagte Niessl der Tageszeitung.