Erstellt am 03. September 2015, 05:32

von Nina Sorger

Polizei zieht 2016 ins alte Armenhaus. Generalsanierung des Hauses Rathausplatz 17 hat begonnen. Im Frühling 2016 soll die Polizeiinspektion bereits einziehen.

Nach Plan. Bürgermeister Gerold Stagl und Hubert Weidenbacher mit dem Plan für das ehemalige Ruster Armenhaus. Foto: Nina Sorger  |  NOEN, Nina Sorger

Seit Jahren wird geplant, wieder verworfen und neu geplant. Nun wurde tatsächlich mit den Arbeiten zur Revitalisierung des Objektes „Rathausplatz 17“, des ehemaligen Ruster Armenhauses, begonnen.

Generalsaniert und barrierefrei gestaltet

In Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt wurde bereits ein Teil der historischen Ruster Stadtmauer für eine Baustellenzufahrt durchbrochen.

„Das Haus wird einer Generalsanierung unterzogen: Mauern werden saniert, der Dachstuhl teilweise erneuert und das Dach mit alten Ziegeln neu eingedeckt“, erläutert Bürgermeister Gerold Stagl (SPÖ): „Außerdem soll es barrierefrei gestaltet und mit ausreichend breiten Gängen sowie einem Aufzug versehen werden.“

Ein Durchbruch in den unter dem Haus liegenden Gewölbekeller für ein entsprechendes Stiegenhaus wurde bereits gemacht.

Ärzte und Shops sollen sich 2016 einmieten

Die Revitalisierung wurde in drei Projekte aufgeteilt. Zur Umsetzung wurde eine „Ruster Liegenschafts GmbH und Co KG“ gegründet.

Im Zentrum des ersten Bauprojektes steht die Polizei, die die Ruster Polizeiinspektion ins Stadtzentrum verlegen und als wichtigster Mieter 280 Quadratmeter im hinteren Teil des Gebäudes belegen wird.

Laufen die Bauarbeiten nach Plan, sollen die Polizisten, die nach der Postenzusammenlegung von Rust und Mörbisch gemeinsam in Rust ihren Dienst versehen, bereits mit Ende des ersten Quartals 2016 ins Haus Rathausplatz 17 einziehen.

Siedlungsgesellschaft fungiert als Bauträger

Ein zweites Projekt soll nach einem Gemeinderatsbeschluss im Herbst beginnen und wird die Neugestaltung der vorderen Räume, in denen sich unter anderem Ärzte und Geschäfte einmieten sollen, sowie einer öffentlichen, behindertengerechten WC-Anlage beinhalten.

In einem dritten Projekt soll die Stadtmauer umfassend saniert sowie der Hof neu gestaltet werden.

Als Bauträger konnte die Neue Eisenstädter Siedlungsgesellschaft gewonnen werden. Das Investitionsvolumen beträgt rund zwei Millionen Euro netto. Die komplette Sanierung soll 2016 zum Abschluss gebracht werden.