Erstellt am 11. Januar 2012, 00:00

Polizist als Lebensretter. IM EINSATZ / Erwin Jammerbund zögerte keine Minute und drang über angelehntes Fenster zu der Pensionistin vor.

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VON DORIS FISCHER

NEUFELD / Einem angelehnten Fenster zum Schlafzimmer und dem couragierten Einsatz des Neufelder Polizeikommandanten Erwin Jammerbund verdankt eine 60-jährigige gehbehinderte Pensionistin ihr Leben. Ihre Wohnung stand in Brand und war stark verraucht – der Polizist wurde am Dreikönigstag unerwartet zum Lebensretter.

Die 60-jährige Pensionistin bemerkte kurz nach sechs Uhr morgens starken Rauch in ihrer kleinen Wohnung in der Hauptstraße. Sie konnte noch selbst den Notruf tätigen. Zeitgleich mit der Feuerwehr traf die Polizei ein. Die Wohnung war versperrt, die Frau konnte die Tür selbst nicht mehr öffnen. „Die Wohnung liegt im Parterre. Ich bemerkte, dass das Fenster zum Schlafzimmer nur angelehnt war und öffnete es“, schildert Lebensretter, Polizeikommandant Erwin Jammerbund, seinen Einsatz.

Plastikbehälter auf Herd  dürfte Brandauslöser sein

Schließlich konnte Jammerbund die Frau über eine Terrassentüre ins Freie bringen. „Jede Sekunde zählt bei einem Brand mit derartiger Rauchentwicklung“, ist sich Jammerbund sicher, der gerade dabei ist, seinen Einsatz aufzuarbeiten, und ergänzt: „Ich weiß nicht, wie das geendet hätte, wenn das später stattgefunden hätte. Zum Glück waren wir schnell am Einsatzort.“

Aus seiner langjährigen Erfahrung weiß Jammerbund, dass gerade der Rauch sehr gefährlich ist und rasches Handeln notwendig ist. „Da hat man solch einen Adrenalinschub, dass man einfach zupackt und hilft. Man denkt da nicht viel nach“, ist er sich sicher.

Unter schwerem Atemschutz wurde der Brand gelöscht. Währenddessen musste die Pensionistin mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus Eisenstadt gebracht werden. „Sie befindet sich schon auf dem Weg der Besserung“, konnte der Lebensretter im Krankenhaus in Erfahrung bringen.

„Ein auf einer Elektroplatte abgestellter Plastikbehälter dürfte Feuer gefangen haben“, so Günter Prünner vom Bezirksfeuerwehrkommando.

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