Erstellt am 09. März 2016, 16:00

von APA Red

Priesterseminarist erpresst: Angeklagte bekennt sich nicht schuldig. Weil sie einen Priesterseminaristen erpresst haben soll, steht eine Prostituierte am Mittwoch in Eisenstadt vor Gericht.

 |  NOEN, Erwin Wodicka / wodicka@aon.at
Der Mann soll laut Anklage mehr als 400.000 Euro an sie gezahlt haben. Ihrem Verteidiger zufolge wird sie sich nicht schuldig bekennen. Der Mann habe ihr zwar Geld gegeben, aber bei weitem nicht in dieser Höhe, so der Anwalt vor Prozessbeginn vor zahlreichen Journalisten.

Er habe die Frau unterstützen wollen, aus dem Milieu zu kommen. Der Mann soll sie in ihrem Arbeitsumfeld aufgesucht und immer wieder besucht und mit ihr gesprochen haben. Sex habe es nie gegeben, sagte der Verteidiger. 

Prozess in Eisenstadt vertagt

Der Erpressungsprozess gegen die 29-jährige ist am Mittwochnachmittag auf unbestimmte Zeit vertagt worden. Der Schöffensenat unter Vorsitz von Richter Alexander Glanz sprach sich unter anderem aufgrund der Beschaffung eines Aktes von den rumänischen Behörden für die Vertagung aus.

Die Angeklagte und ihr Opfer, ein 31-jähriger Priesterseminarist, präsentierten vor Gericht zwei konträre Geschichten - sowohl über das Kennenlernen als auch über die Summe, die geflossen sein soll. Beide waren sich nur einig, keinen Sex gehabt zu haben.

BVZ.at hatte berichtet: