Erstellt am 20. April 2016, 06:34

von NÖN Redaktion

Prügelei mit Nachspiel vor Gericht. Beim U16-Spiel in Krensdorf gerieten zwei Spieler aneinander. Jetzt hagelt es für die beiden Jugendlichen Anzeigen.

Abbruch. Nach dem unsportlichen Verhalten unterbrach der Schiedsrichter das Spiel. Symbolbild: Bilderbox  |  NOEN, www.BilderBox.com (www.BilderBox.com)
Mit zwei Anzeigen endete vor Kurzem das U16-Spiel zwischen Leithaprodersdorf und Mattersburg auf dem Krensdorfer Sportplatz (Bezirk Mattersburg) – und weiter unten.

„Während eines Ballwechsels kam es zu einem unsportlichen Foul. Ein Leithaprodersdorfer Kicker stieß dabei mit dem Ellbogen gegen die Lippe eines Mattersburgers. Die Lippe begann zu bluten“, berichtet Mattersburgs Bezirkspolizeikommandant Werner Kautek und ergänzt: „Der Mattersburger Spieler, ein ungarischer Staatsbürger, ist daraufhin wild geworden und hat mit der Faust achtmal ins Gesicht des Leithaprodersdorfers geschlagen.“

Der Schiedsrichter, der den Vorfall beobachtete, unterbrach das Spiel. Ein Zuseher hat die Polizei gerufen. Es wurde Anzeige gegen beide Spieler erstattet. „Beide sind Beschuldigte und Opfer zugleich“, betont Kautek.

„Szenen sind nicht zu entschuldigen“

Sepp Heinschink, Trainer der Leithaprodersdorfer, zeigt sich schockiert: „Ich habe so etwas in 35 Jahren noch nicht erlebt. Es sah sehr böse aus. Ursprünglich bestand der Verdacht auf Kieferbruch, was sich zum Glück nicht bestätigte.“

Aber auch Mattersburgs Jugendleiter Hannes Reisner lässt der Vorfall nicht kalt. „Persönlich war ich nicht vor Ort. Diese Aktion ist absolut nicht zu entschuldigen“, stellt der SVM-Jugendleiter fest. Man müsse analysieren, warum es so weit kommen konnte, so Reisner. Immerhin sei der Spieler seit der U7 beim Verein und sei noch nie aufgefallen, so Reisner.

Und auch beim Fußballverband hat die Rauferei ein Nachspiel: Am Donnerstag wird die Causa laut dem burgenländischen Fußballverbandspräsidenten Gerhard Milletich im Straf- und Meldeausschuss behandelt. Da die beiden Spieler schon strafmündig sind, werden sie sich auch vor dem Richter verantworten müssen. Die Strafe reicht von einer bedingten Strafe bis hin zu einer Diversion oder einer Geldstrafe.

BVZ.at hatte berichtet: