Erstellt am 31. Dezember 2014, 05:53

von Nina Sorger

B50: Kritik an Umfahrung. Michael Ungerböck sieht bei der Umfahrung Schützen keine Zeitersparnis und wäre für Anbindung an Eisenstadt.

Freie Fahrt. Während diese Schützener bei der Verkehrsfreigabe der Umfahrung jenen Autos zuwinkten, die die neue Trasse nahmen, und sich über die Verkehrsentlastung im Ort freuen, ist der Pendler Michael Ungerböck empört über die Kreisverkehre. Foto: Nina Sorger  |  NOEN, Nina Sorger

Kaum ist die Umfahrung Schützen fertig, flatterte dem zuständigen Straßenbaulandesrat Helmut Bieler (SPÖ) auch schon die erste Beschwerde ins Postfach.

Aufregung um „diese verblödeten Kreisverkehre“

Michael Ungerböck, der täglich von Neusiedl über die B50 nach Eisenstadt fährt, macht in einem E-Mail, das auch an die BVZ gesendet wurde, seinem Ärger Luft: „Viele neu errichtete Verkehrshindernisse in jeder Ortschaft [...] haben die durchschnittliche Fahrtzeit in den letzten Jahren um 8-10 Minuten verlängert.“, so Ungerböck in seinem Mail.

Was ihn „aber auf die Palme bringt, sind diese verblödeten Kreisverkehre. [...]Warum müssen jetzt wieder 18.000 Fahrzeuge am Tag von Tempo 100 auf Tempo 10 bis 20 bremsen oder sogar stehen bleiben?? [...]Flüssiger Verkehr ist die Zukunft und nicht Ringelspiel fahren.“ Ungerböck würde „eine direkte Verlängerung von der S31 (Kurve vor Eisenstadt) Richtung Schützen“ bevorzugen.

Pressesprecherin lädt Kritiker zu Gespräch

„Die Umfahrung bringt vor allem mehr Verkehrssicherheit, natürlich für die Bevölkerung für Schützen, aber auch für die ganze Region. Wenn man sich nicht mehr mit Spitzen von 18.000 Fahrzeugen durch die Ortschaft staut, liegt auch die Zeitersparnis auf der Hand“, so Bielers Pressesprecherin Isabell Strobl, die auch festhält: „Es wurde eine kleinräumige Umfahrung, weil Schützen als einzige Gemeinde eine Umfahrung wollte. In den umliegenden Gemeinden gibt es Gemeinderatsbeschlüsse gegen die Umfahrung und das Europaschutzgebiet. Damit sind weitere Umfahrungen nicht mehr im Gespräch. Es ist nur schade, dass einige noch immer nicht den Nutzen der Umfahrung sehen, mit der Zeit wird das Ergebnis durch die Entlastung für sich selbst sprechen.“

Strobl ergänzt: „Die Baustelle in Purbach war keine der Landesstraßenverwaltung. Hier wurden arbeiten seitens des Wasserleitungsverbandes durchgeführt - die Verbesserung der Infrastruktur wird wohl noch erlaubt sein.“

Man lade Ungerböck aber gerne zu einem Gespräch – auch mit dem Baudirektor des Landes, Wolfgang Heckenast, ein.