Erstellt am 03. Oktober 2012, 00:00

Radl statt Auto. Vereinsgründung / Gemeinsam fürs Radln durch den Alltag: Die neue „Radlobby Burgenland“ macht sich für Menschen und Umwelt stark.

Gründerversammlung. Alexander Tlaskal, Andrzej Felczak, Christian Steiner und Andrea Bischel freuten sich über die vielen Interessierten.Holler  |  NOEN
Von Nina Holler

EISENSTADT / Für Touristen ist das Burgenland ein wahres Radlerparadies – umso auffallender ist, dass – laut einer Studie des VCÖ (Verkehrsclub Österreich) – in Eisenstadt nur rund fünf Prozent aller Wege mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. (Zum Vergleich: In Innsbruck sind es 23 Prozent). Der Drahtesel wird eher als Sportgerät angesehen, denn als alltagstaugliches Verkehrsmittel.

Eisenstadts Radfahrer: Aliens auf der Straße? 

„Mir ist aufgefallen, dass mich die Leute, wenn sie mich auf meinem Rad mit Anhänger erblicken, ansehen, als wäre ich ein Außerirdischer. Diesen Zustand möchte ich gerne ändern“, erzählt der Initiator der zukünftigen „Radlobby Burgenland“, Christian Steiner, zu Beginn der Gründerversammlung am vergangenen Samstag. Erklärtes Ziel ist es, „den motorisierten Verkehr durch den Alltagsradverkehr zu ersetzen – der Umwelt zuliebe. Aber es geht dabei auch um Lärmreduktion und Qualitätssteigerung für die Bürger“, so Andrzej Felczak (ARGUS, „Die Radlobby“), der die Initiative unterstützt.

Verbesserungstipps für mehr Sicherheit 

Sicherheitsmängel für Eisenstadts Radler, so der gängige Tenor der Besprechung, gäbe es zur Genüge. Steiner will mit seiner Lobby „einerseits diese Probleme und Verbesserungsvorschläge für Eisenstadts Radinfrastruktur besprechen, andererseits die Interessen der Radfahrer gegenüber der Stadtverwaltung vertreten, um so konkrete Änderungsmaßnahmen durchzusetzen.“ Kontaktadresse:

burgenland@radlobby.at