Erstellt am 23. September 2015, 06:17

von Doris Fischer

Rathausbühne: Rauter will nicht zahlen. Weil es keine Genehmigung für Überdachung der Rathausbühne gibt, muss sie weg. Ex-Ortschef Rauter wird zur Kassa gebeten.

Bühnenüberdachung. Laut Bürgermeister Heinz Heidenreich soll sein Vorgänger, Wolfgang Rauter, für die Beseitigung der Bühne verantwortlich sein. Rauter sieht das anders und will die Kosten nicht freiwillig übernehmen. Foto: Doris Fischer  |  NOEN, Doris Fischer

Die Überdachung der Bühne und deren Abbau geht in die nächste Runde. Die unter dem damaligen Bürgermeister Wolfgang Rauter (LBL) im Rathaushof errichtete Bühne mit Überdachung geriet ins Kreuzfeuer der Kritik.

BVZ.at hatte damals berichtet:



Zum einen gab es keine baurechtliche Genehmigung vonseiten der Gemeinde und es fehlte auch die Zustimmung des Bundesdenkmalamtes. Schließlich steht das Rathaus unter Denkmalschutz.

Und noch dazu gefiel der Mehrheit die Überdachung nicht. Der Gemeinderat entschied daher, die Überdachung abbauen zu lassen.

„Es gibt ein Protokoll mit Unterschrift Rauters, dass – sollte die Bühne nicht vom Bundesdenkmalamt genehmigt werden – er die Kosten für die Entfernung übernehme. Da nehme ich ihn jetzt beim Wort“, betont Bürgemeister Heinz Heidenreich (SPÖ).

Rauter lässt es auf Klage ankommen

Davon will hingegen Rauter jetzt nichts mehr wissen. Während Bürgermeister Heinz Heidenreich davon ausgeht, dass der „Verursacher“ – für ihn der damalige Bürgermeister Rauter , für die Übernahme der Abbaukosten zur Kassa gebeten wird, sieht das der nunmehrige Privatmann Rauter anders.

„Ich bin nicht bereit, die Kosten zu tragen. Freiwillig nicht“, stellt Wolfgang Rauter auf BVZ-Anfrage fest. Sollte die Gemeinde nicht einlenken, werde er es auf eine Klage bei Gericht ankommen lassen.

Dieser wiederum sieht Heidenreich gelassen entgegen. Die überdachte Sitzgelegenheit, die sich vis-a-vis der Bühne befand, wurde bereits auf Rauters Kosten entsorgt. Alles in allem soll es 34.000 Euro kosten. Und seit Kurzem hat sich Rauter sowohl aus der Gemeinde- als auch der Landespolitik zurückgezogen.

„Ich habe für mich beschlossen, dass ich bis zur Pensionierung als Richter, der Zeitpunkt steht noch nicht fest, keine politischen Funktionen übernehme“, hält Rauter fest. Was danach kommt, kann er jetzt noch nicht sagen.