Erstellt am 26. August 2015, 05:27

von NÖN Redaktion

Recycling der Festspiel-Kulissen. Opernengel eingelagert, Engelsfedern werden für guten Zweck verkauft. Familypark kaufte Kulissenteile der Seefestspiele.

Weiterverwendung. »Toscas« Engelsflügel dienen als Kulisse für das Cenacolo-Fest im Römersteinbruch und werden Feder für Feder verkauft. Fotos: Privat/Müllner  |  NOEN, Privat/Müllner

Die Festspiele sind geschlagen und auf den Bühnen sind Techniker mit dem Abbau der Kulissen beschäftigt. Im Römersteinbruch wurde der „Tosca“-Engel „in transportfähige Teile zerlegt und ist bereits in den Lagern in der ehemaligen Zuckerfabrik Siegendorf“, heißt es vom Opernbetreiber Arenaria.

Wer sein nächster Besitzer wird, steht laut Arenaria-Sprecherin Nicole Stark noch nicht fest: „Wir wollen den Engel verkaufen und sind in Verhandlungen, aber noch ist nichts fix.“ Drei Interessenten soll es geben, einer davon soll Life-Ball-Organisator Gery Keszler sein – die BVZ berichtete:



Im Life-Ball-Büro will man dies weder bestätigen noch dementieren.

Engelsflügel wird bei Fest noch im Einsatz sein

Die Flügel der Engelsfigur haben noch einen Auftritt: Sie dienen als Kulisse für das Cenacolo-Fest, das mit dem Musical „Credo Nella Misericordia“ von 4. bis 6. September tausende Menschen in den Steinbruch lockt.

Doch auch sie stehen zum Verkauf – und zwar jede einzelne der 670 zwischen fünf und zehn Meter langen Polyesterfedern.

„Der Reinerlös dieser Aktion kommt Institutionen in Ungarn, Rumänien und der Slowakei zugute, die sich für Kinder und Jugendliche aus einem sozial benachteiligten Umfeld einsetzen und deren Bildung und Talente fördern“, heißt es von der Arenaria.

Schiff: „Unsere Techniker schauen sich das an“

x  |  NOEN, Werner Müllner
Auch für das monumentale Kreuzfahrtschiff (Bild links) der heurigen „Nacht in Venedig“ gibt es bereits Interessenten.

Etwa sollen sich ein Schifffahrtsunternehmen – das bereits einen Leuchtturm aus einer früheren Produktion hatt – und das Hotel VilaVita für die Kulisse interessieren.

„Theoretisch würde es gehen, das Schiff woanders aufzubauen, aber es müssten einige Umbauarbeiten vorgenommen werden“, so Evelyn Bäck von den Seefestspielen: „Unsere Techniker schauen sich das an, dann sehen wir, ob es machbar ist.“

Weitere Kulissenteile, wie die große Lupe, das Fluggerät oder den Globus, wurden an den Familypark Neusiedlersee für seine Leonardo-Attraktion verkauft. „Auch die Jukebox aus der Ballsaal-Kulisse wurde verkauft: Bei einer Bühnenführung wurde sie von einer Firma entdeckt und gekauft“, so Bäck.