Eisenstadt

Erstellt am 02. September 2016, 05:09

von Julia Lückl

Eisenstadt trockenste Stadt. Ein Blick auf die letzten zehn Jahre zeigt: Regensommer keinesfalls extrem. August ist stets regnerischer als Juli.

Niederschlag. Nicht allzu viel Regen fiel im Sommer. Foto: Sorger  |  Nina Sorger

Manch einer ist der Meinung, der heurige Sommer sei besonders niederschlagsreich gewesen. Dass dem nicht so ist, zeigt ein Blick auf die Niederschlagskarte der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG): Tatsächlich ist Eisenstadt mit 190 Millimetern Niederschlag pro Quadratmeter während des gesamten Sommers der trockenste Ort Österreichs gewesen.

Der trockenste Juli war 2013

Auch wenn man sich die Niederschlagsmengen der Sommermonate Juli und August ansieht, gibt es keine extremen Regenmengen. 2016 lag die Niederschlagsmenge in Eisenstadt im Juli bei etwa 85 Millimetern. Dieser Wert liegt nur wenig über dem Durchschnitt der Julimonate in den Jahren 2006 bis 2016. Verglichen mit 2008 dagegen, scheint dieser Juli sogar relativ trocken, denn 2008 prasselten durchschnittlich 188 Millimeter Regen auf einen Quadratmeter nieder.

Der trockenste Juli war allerdings 2013. In jenem Jahr gab es nur rund vier Millimeter Niederschlag. Der heurige August dagegen weist bisher eine vergleichsweise hohe Niederschlagsmenge auf. Allein zwischen 1. und 10. August fielen 78 Millimeter Regen, während es 2015 im gesamten August nur 54 Millimeter waren. Allerdings ist dieser Wert noch vergleichsweise gering gegenüber dem August 2010. Da betrug die Niederschlagsmenge nämlich etwa 214 Millimeter.

Vergleicht man die Durchschnittswerte von Juli und August der vergangenen zehn Jahre, so fällt auf, dass der August durchwegs regnerischer war als der Juli, denn der Mittelwert im August von 2006 bis 2016 betrug 107,3 Millimeter – gegenüber dem Juli-Mittelwert von 82 Millimetern.