Erstellt am 18. März 2015, 05:40

Feiern im Pulverturm. Der Pulverturm der Stadtmauer und das sogenannte Pongratz-Haus werden saniert und ab Sommer als Eventstätte genutzt.

Baustellenbesuch. Michael Wachter, Günter Kovacs, Helmut Bieler, Thomas Steiner und Istvan Deli (v.l.) an der Baustelle. Foto: Stadt Eisenstadt  |  NOEN, Stadt Eisenstadt
Im Bereich der St. Antoni-Straße Richtung Dom – vis à vis des Cebu –liegt der Lions Platz. Hier befindet sich eine der beiden erhaltenen mittelalterlichen Basteien der alten Ringmauer Eisenstadts – besser bekannt als „Pulverturm“– und das sogenannte Pongratz-Haus, in dem zuletzt die Mutterberatung untergebracht war.

Durchgangsöffnung zum Domplatz kommt

x  |  NOEN, BVZ
Der Pulverturm ist nur mehr teilweise erhalten, der obere Teil wurde um 1870 abgetragen.

Über die Stiegenanlage entlang der Stadtmauer zwischen Pulverturm und Pongratz-Haus und eine schmale Wegverbindung über den „Vicedom“ ist derzeit ein eher unattraktiver Zugang an das Stadtzentrum gegeben.

Die Maueranlagen des Pulverturms werden nun restauriert und in der Stadtmauer wird eine Durchgangsöffnung Richtung Domplatz hergestellt.



Parallel dazu wird das Pongratz-Haus saniert und für eine kulturelle Nutzung des neu geschaffenen Ensembles behindertengerecht und barrierefrei adaptiert. Ebenso wird die Stadtmauer im Bereich der evangelischen Kirche saniert. Die Sanierungsarbeiten erfolgen nach historischem Vorbild in Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt.

220.000 Euro von Land und Bund

„Ziel ist die Schaffung eines besonderen kulturellen Highlights in der Landeshauptstadt“, freut sich Bürgermeister Thomas Steiner. Die Kosten werden sich insgesamt auf 560.000 Euro belaufen. Das Projekt wird aus Mitteln der EU sowie aus Landesmitteln mit 220.000 Euro gefördert. Der Stadt bleiben Kosten von 340.000 Euro.

„Die Kulturschätze des Burgenlandes prägen nicht nur das Landschaftsbild, sie stellen auch einen wichtigen Teil der burgenländischen Geschichte und Identität dar. Gleichzeitig sind diese Kulturstätten ein Anziehungspunkt für eine Vielzahl von Touristen. Dieser Reichtum an Denkmälern und Kulturstätten ist zugleich auch eine Herausforderung, denn es ist Aufgabe der Politik, der Kulturabteilung und des Denkmalamtes, diese Schätze zu erhalten und zu pflegen“, so Kulturlandesrat Helmut Bieler (SPÖ) .

„Ich möchte mich ganz besonders bei Landesrat Bieler für die Unterstützung dieses Projektes bedanken“, so Bürgermeister Thomas Steiner, „damit wird nicht nur eine historisch wertvolle städtebauliche Substanz erhalten, sondern auch neuer Raum und Rahmen für kulturelle Nutzung geschaffen.“