Erstellt am 08. Januar 2013, 16:05

Riesenknaller: Täter gesucht. Bei einer routinemäßigen Fußstreife beim „Pusztahof“ in Siegendorf findet Polizeihund Amun einen gefährlichen Sprengkörper.

Spezielles Wissen und Werkzeug sind für den Bau eines derartigen Sprengkörpers notwendig - ist sich die Polizei sicher.  |  NOEN, Ing.Christian EIDLER
Von Doris Fischer

Dem richtigen Riecher des Polizeihundes „Amun“ ist es zu verdanken, dass vergangenen Freitagvormittag auf dem Areal des „Pusztahofes“ im Gemeindegebiet von Siegendorf ein selbst gebastelter Sprengkörper gefunden wurde. „Es handelte sich um eine routinemäßige Begehung des Areals und der Fund eher zufällig“, stellt Erich Bandat von der Polizeiinspektion Wulkaprodersdorf, der mit seinem Hund Dienst versah, fest.

x  |  NOEN, Ing.Christian EIDLER
Porics: „Das ist kein Lausbubenstreich!“

Die Polizei geht davon aus, dass es sich bei dem 13 Zentimeter langen und mit Blitzknallpulver gefüllten Rohrverbindungsstück um einen Sprengkörper für Silvester handelte. Das Rohr war an beiden Enden verschraubt und mit einer kurzen Zündschnur versehen.

Die Polizei geht aufgrund der Bauart bei der Füllmenge von 55 Schweizer Krachern davon aus, dass ein unmittelbarer Gefährdungsbereich von mindestens 30 Metern gegeben gewesen wäre.
Ob der Sprengkörper ein Überbleibsel von Silvesterfeierlichkeiten ist, ist Gegenstand von Ermittlungen.
„In den Mülltonnen jedenfalls ist nicht viel Müll gewesen“, berichtet Bandat. Von einer Veranstaltung weiß auch Bürgermeister Rainer Porics nichts: „Wir verwalten das Gelände der Puszta. Veranstaltungen waren uns keine gemeldet.“ Lausbubenstreich ist das für Porics dennoch keiner: „Da hört sich der Spaß definitiv auf. Wir sind sehr daran interessiert, die Erbauer zu finden. Laut Polizei sind für den Bau auch spezielles Wissen und Werkzeug notwendig. Ohne Installateur-Kennnisse geht da gar nichts.“ Auswirkungen auf die Puszta als Veranstaltungsraum wird der Vorfall laut Porics keine haben.