Erstellt am 16. Juni 2011, 08:09

Rückbau zu Büro fix. WOHNBAU / Seit Oktober diskutierten Bauaufsicht und OSG über Nutzungsänderung. Trotzdem wurde weitergebaut.

 |  NOEN
x  |  NOEN

VON BETTINA EDER

EISENSTADT /  Stammtisch- und Gemeinderatsdiskussionen drehten sich in den vergangenen Wochen um das oberste Geschoß eines Wohnhauses der Oberwarter Siedlungsgenossenschaft (OSG). Das Gebäude war laut Bürgermeisterin Andrea Fraunschiel „so nicht bewilligt und muss auf den ursprünglichen Plan rückgebaut werden.“

„Dieser Teil war zum einen ursprünglich als Büro geplant und sollte jetzt eine Wohnung werden, und zum anderen war vom ursprünglichen Konzept nichts mehr übrig. Der Teil sollte eine ganz andere Formensprache haben, die sich von den anderen Wohnungsbauten abhebt“, erklärt ein Gerald Werschlein von der Bauaufsicht die Gründe. „Wir hatten für dieses Objekt einen Interessenten – wenn es eine Wohnung statt eines Büros wird“, erläutert OSG-Geschäftsführer Alfred Kollar, der auch die Diskussionen nicht nachvollziehen kann: „Es ist nichts Ungewöhnliches, dass man im Zuge eines Baus andere Ziele verfolgt.“

„Seit Oktober weiß die Siedlungsgenossenschaft, dass eine Adaptierung für Wohnzwecke nicht positiv ausfallen wird. Das wurde in unzähligen Gesprächen signalisiert“, betont Werschlein.

Kollar: „Haben bis zum  Schluss gekämpft“

„Wir haben bis zum Schluss gekämpft und gehofft, dass wir darstellen können, dass das kein Nachteil für das Ortsbild ist und das Gesamterscheinungsbild nicht negativ beeinflusst. Das hat leider nicht funktioniert“, erklärt OSG-Geschäftsführer Alfred Kollar. Für die OSG ist der Fall nun erledigt. Kollar: „Der Stand der Einreichung wird mit der ursprünglichen Widmung wiederhergestellt.“ Die Arbeiten sind laut Bauleiter Rainer Wallner bereits im laufen.

Alfred Kollar, Geschäftsführer der Oberwarter Siedlungsgenossenschaft.

ZVG