Rust am See

Erstellt am 10. August 2016, 05:33

von Nina Sorger

Nach Genesung: Schwarzstorch bleibt. Auch nach seiner Genesung will Schwarzstorch Rust nicht verlassen und nistet auf dem städtischen Kindergarten.

Aufgepäppelt. Der Schwarzstorch mit Rudolf Karassowitsch von der Storchenstation. Foto: Wetzelsdorfer  |  Wetzelsdorfer

Mancherorts gibt es schwarze Schafe, in Rust gibt es nun – ganz stilecht – einen schwarzen Storch. Denn jener junge Schwarzstorch, der vor Kurzem völlig entkräftet in Oslip entdeckt wurde, scheint sich nun hier anzusiedeln. Nachdem das Tier in der Storchenstation bei Lydia Karassowitsch aufgepäppelt worden war, konnte es wieder in die Freiheit entlassen werden, flog allerdings nicht besonders weit.

Storch vom Wind verweht?

„Der Schwarzstorch hat sich in einem leer stehenden Nest auf dem Ruster Kindergarten niedergelassen und scheint sich dort wohlzufühlen“, bestätigt der Obmann des Ruster Storchenvereins, Josef Karassowitsch: „Der Storch hat sich an die bequeme Fütterung gewöhnt. Er sucht sich zwar großteils schon sein eigenes Futter, aber ab und zu kommt er dennoch zum Füttern zur Storchenstation.“

Wie das Tier nach Rust kam, kann der Vereinsobmann nur vermuten: „Schwarzstörche sind sehr selten. Nur in den Leitha- und Donauauen sowie im Südburgenland gibt es einige. Wir vermuten, dass der Storch vom Wind verweht wurde und keine Kraft mehr zum Weiterfliegen hatte.“ Ob der Schwarzstorch nur ein Sommergast ist oder dauerhaft in Rust bleibt, wird sich im nächsten Jahr zeigen: „Wir sind gespannt, ob er nach dem Winter mit den Weißstörchen wiederkommt“, so Karassowitsch.