Rust am See

Erstellt am 08. Juli 2016, 05:15

von BVZ Redaktion

Umwelt statt Pestizide: Erfolg für Petition. Winzer Herbert Triebaumer will umweltfreundliche Maßnahmen statt Pestiziden gegen Rebzikade. Nun gab es Runden Tisch.

Umweltverfechter. Biowinzer Herbert Triebaumer.  Foto: BVZ  |  BVZ

Mit seiner „Petition für eine lebensbejahende Weinproduktion gegen Zwangsspritzungen“ kämpft der Ruster Biowinzer Herbert Triebaumer gegen geplante Spritzungen mit Pestiziden, die eine Verbreitung von für den Weinbau gefährlichen Bakterien durch die Amerikanische Rebzikade verhindern sollen.

Sämtliche Ruster Weinbauern verzichten allerdings seit elf Jahren auf Insektizide und haben laut Triebaumer „seitdem keine Probleme mit tierischen Schädlingen mehr“. Triebaumer weiter: „Unsere mit verschiedenen Biotoptypen durchzogene Landschaft ist besetzt mit unspezifischen Fressfeinden und Nahrungskonkurrenten, das beweisen die niedrigen Fangzahlen der Amerikanischen Rebzikade in den letzten Jahren. [...] Dieses Gleichgewicht werden wir uns jetzt nicht zerstören lassen.“

Laut dem Winzer wären geeignete Maßnahmen gegen den durch die Zikade verbreiteten Bakterienbefall Heißwasserbehandlungen der Pflanzreben, das Entfernen und Verbrennen befallener Stöcke und erst als letzte Folge kleinflächige Spritzungen.

Ein erster Erfolg konnte nun erzielt werden. Laut Triebaumer „waren die Verantwortlichen plötzlich bereit, sich mit uns an einen Runden Tisch zu setzen! Weinbauern sowie Vertreter der BioForschung Austria saßen zusammen mit Vertretern der Landwirtschaftskammer und des Landes Burgenland, die sich unsere Maßnahmenvorschläge gegen die Verbreitung der Amerikanischen Rebzikade zu Gemüte führten.“