Erstellt am 07. August 2013, 00:00

Schleichweg: Unmut. Fahrverbot / Gemeinde sperrte Nebenstraße zur Verkehrsberuhigung, nach Anrainerprotest soll nun neues Fahrverbotsschild her.

Verkehrsbelastung. Selbst zwischen den Blumentrögen zwängten sich die Autos durch (kleines Bild). Elmar Rohrer fordert Polizeikontrollen für Fahrverbot. Foto: Privat (1)/Sorger (1)  |  NOEN, Privat (1)/Sorger (1)
Von Nina Sorger

DONNERSKIRCHEN / Eine als Schleichweg genutzte Nebenstraße sorgt derzeit für Unmut. Jene Straße neben dem Sonnenwaldbad wird nämlich – trotz eines Fahrverbotsschildes mit der Auflage „Zufahrt gestattet“ – nicht nur von der Ortsbevölkerung als Abschneider vom Unteren und Oberen Kreutberg genutzt, sondern auch von auswärtigen Autofahrern, die einen kürzeren Weg zur B50 suchen.

Blumentröge gegen Durchfahrer 

Vor kurzem sperrte die Gemeinde die namenlose Straße mithilfe mehrerer Blumentröge ab. „Wir haben das in Abstimmung mit dem Kuratorium für Verkehrssicherheit gemacht, weil wir es als einzige Möglichkeit sahen, hier dauerhaft Abhilfe zu schaffen“, so Bürgermeister Johannes Mezgolits.

Der Effekt war ein anderer: „Die Autos fuhren jetzt über das einspurige Stück der Badstraße, sodass diese in kürzester Zeit ein viel befahrenes Straßenstück wurde. Von Verkehrsberuhigung kann hier also nicht die Rede sein“, empörte sich eine Anrainerin der Badstraße. Zudem hätten sich einige Autos auch zwischen den Trögen hindurchgezwängt.

„Lösung ist hier, Polizei müsste sie nur exekutieren“

Mittlerweile wurden die Blumentröge wieder entfernt, und Mezgolits will dem Problem mit einem neuen Verkehrsschild – „Einfahrt verboten“ mit der Zusatztafel „Ausgenommen Anrainerverkehr“ – zu Leibe rücken. „Durch dieses Verkehrszeichen soll eine größere Signalwirkung erreicht werden“, so Mezgolits.

Für SPÖ-Gemeindevorstand Elmar Rohrer ist dies keine akzeptable Lösung: „Die Lösung ist hier, das Fahrverbotsschild. Man muss es nur durch die Tafel „Ausgenommen Anrainerverkehr“ ergänzen und vor allem müsste die Polizei das auch exekutieren. Würde mehr gestraft, würden es sich die Leute schon überlegen, ob sie hier durchfahren“, so Rohrer.

Mezgolits: „Das liegt derzeit bei der Bezirkshauptmannschaft zur Prüfung. Wir erwarten im September eine Entscheidung, und dann wird man sehen, welches Schild das richtige ist.“