Erstellt am 03. November 2010, 00:00

Schranken in Sicht. AUTOBAHN / Nach mehreren tödlichen Unfällen hat man sich durchgerungen, ernsthaft über einen Schranken nachzudenken.

Tod. Für die Lenker der beiden Fahrzeuge gab es keine Rettung. Im Landtag wurde über die…  |  NOEN
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VON WERNER MÜLLNER

UND WOLFGANG MILLENDORFER

EISENSTADT / Die Situation ist einzigartig: Die Autobahn endet in Eisenstadt an einem unbeschrankten Bahnübergang. Leider gab es an dieser Stelle schon mehrere Tote. Beim letzten tödlichen Unfall im heurigen September hieß es von Seiten des Landes, dass die in den Boden eingelassenen Lichter – sogenannte Lane Lights – ausreichend seien.

Nun scheint ein Umdenken eingetreten zu sein: In der vorwöchigen Landtagssitzung wurde die Errichtung eines Schrankens neu überdacht. Das vorläufige Ergebnis: Dass der Bahnübergang entschärft werden muss, ist ein Anliegen aller fünf Landtagsparteien. Die konkreten Details zu diesem Vorhaben befinden sich aber zum Großteil noch in der politischen Warteschleife.

Stadt: Wenn Schranken,  dann auch BKF-Lösung

Seitens der SPÖ wies Stadt-Vize und Abgeordneter Günter Kovacs auf die vorrangige (Verkehrs-)Frage hin: „Wenn Schranken an dieser Stelle errichtet werden, muss die Kreuzungssituation grundlegend geändert werden.“ Gutachten würden belegen, dass zu Stoßzeiten selbst dann erhebliche Staus auf der S31 und der B50 nicht auszuschließen seien. In dieselbe Kerbe schlägt ÖVP-Gemeinderat und Landtagsmandatar Thomas Steiner. Er stellt zudem die Frage nach der, laut Landesrat Helmut Bieler (SPÖ), bereits geplanten kleinräumigen Umfahrung Schützen. Diese Lösung würde zugleich die Errichtung eines Kreisverkehrs an der Kreuzung zwischen S31 und B50 ermöglichen. Auch beim BKF-Übergang könnte etwas passieren, Steiner: „Sobald das Land aktiv wird, wird auch die Stadt im Bereich des BKF-Bahnübergangs auf der Gemeindestraße die notwendigen Maßnahmen setzen.“