Erstellt am 06. Mai 2013, 14:56

Schüler beim Turnen schwer verletzt. Ein 16-jähriger Schüler hat sich bereits vergangenen Donnerstag bei einem Sprung von einem Kasten im Rahmen des Turnunterrichts der HTL Eisenstadt schwere Verletzungen zugezogen.

Der Bursch aus dem Raum Wien habe nach dem Unfall weder Arme noch Beine bewegen können, sei jedoch ansprechbar gewesen. Den Lehrer treffe keine Schuld, so Direktor Stefan Wagner im Gespräch. Der Schüler wurde unmittelbar nach dem Unfall im Krankenhaus Eisenstadt an der Wirbelsäure operiert und befindet sich nun auf der Intensivstation.

"Der Sprung vom Kasten war keine Übung. Es war leider so, dass er dies eigenständig gemacht hat - während der Lehrer den Schülern eine Übung erklärt hat", schilderte Wagner. Der Bursch sei zwar auf einer Matte gelandet, dennoch verletzte er sich schwer.

"Als klar war, wie schlimm es ist, wurde sofort der Notarzt verständigt, der auch sehr schnell da war. Die Versorgung war wirklich vorbildlich, die Rettungskette hat sehr gut funktioniert. Der Lehrer hat gemacht, was zu tun ist. Gegen ihn gibt es keinerlei Vorwürfe", so der Schuldirektor.

Die Mitschüler des Schwerverletzten seien erstarrt. Man habe sie während der Versorgung aus dem Saal gebracht. Der Unterricht gehe nun zwar normal weiter, "aber ich denke schon, dass sie nun etwas sensibel und vorsichtiger umgehen und mehr überlegen, bevor sie handeln".

Zum Zustand des Burschen konnte Wagner - er steht in Kontakt mit den Eltern des 16-Jährigen - keine konkreten Angaben machen. Er wisse, dass er operiert wurde. Aber eine Prognose könne nur ein Arzt treffen. "Man kann jetzt nur hoffen, dass sich einiges wieder zum Guten wendet und er keine bleibenden Schäden davonträgt."

Vom Krankenhaus Eisenstadt gab es zu dem Unfall lediglich die Bestätigung, dass sich der Bursche "bei uns" befindet. Nähere Auskunft werde man aber nicht erteilen.