Eisenstadt

Erstellt am 10. August 2016, 13:05

Anklage gegen Brüderpaar geändert. Ende Juli haben Schüsse in Eisenstadt für Aufregung gesorgt: Ein 18-Jähriger soll mit einer Schreckschusspistole aus dem von seinem 25-jährigen Bruder gelenkten Auto in Richtung zweier zufällig vorbeispazierender Asylwerber drei Mal geschossen haben.

 |  NOEN, APA (Techt)

Verletzt wurde dabei niemand. Nun landet der Fall laut ORF Burgenland vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft wirft den Männern schwere Nötigung vor.

Bei der Einvernahme gab der mutmaßliche Schütze damals an, dass er lediglich die Schreckschusswaffe ausprobieren wollte. Er habe keinesfalls Personen gefährden bzw. Asylwerber bedrohen wollen. Das Brüderpaar wurde wegen des Verdachtes der gefährlichen Drohung angezeigt.

Die Staatsanwaltschaft Eisenstadt klagt nun jedoch wegen schwerer Nötigung und nicht wegen gefährlicher Drohung an. Grund dafür seien Zeugenaussagen, wonach die beiden Verdächtigen nach den Schüssen die beiden aus dem Irak stammenden Asylwerber im Alter von 20 und 25 Jahren gezwungen haben sollen, sich auf den Boden zu legen, erläuterte der Leitende Staatsanwalt Johann Fuchs am Mittwoch.

Wann das Brüderpaar vor Gericht stehen wird, war zunächst nicht bekannt. Die Anklage sei in den vergangenen Tagen eingebracht worden, sagte Fuchs.