Erstellt am 08. Juli 2015, 06:21

von Sandra Koeune

Beachparty trotz Anzeige. Anzeige des „Bündnis der Gastronomie Österreichs“ gegen Beachparty in Schützen. BH prüft Gemeinnützigkeit.

Jubiläum. Das Organisationsteam rund um Michael Jaidl erwartet rund 2.000 Gäste. Foto: Nina Sorger  |  NOEN, Nina Sorger

Das „Bündnis der Gastronomie Österreichs“ (BDGA) hat Anzeige gegen die JVP Schützen wegen unbefugten Ausübens gastronomischer Tätigkeit im Rahmen der Beachparty erstattet – die BVZ berichtete:



„Das Fest wird nicht von der JVP, sondern vom vor rund zwei Monaten gegründeten ‚Jugendverein Schützen‘ organisiert. Wir werden den Reinerlös an örtliche Vereine spenden. Nicht wir selbst, sondern das Dorfleben, wie die Jugend oderzum Beispiel die Feuerwehr, sollen von dem Geld profitieren“, erklärt Obmann Michael Jaidl.

Rund 2.000 Gäste werden erwartet

Diese Erklärung genügt dem Obmann des BDGA, Manfred Mader, nicht: „Vereine, die der Freizeitgestaltung und Erholung dienen, wie etwa Jugendvereine, sind laut Gesetz nicht gemeinnützig. Wir wollen nicht das Vereinsleben zerstören, sondern verhindern, dass große Clubbings und Feste unter dem Deckmantel der Gemeinnützigkeit und ohne Abgaben und Auflagen organisiert werden“, erklärt Mader.

Bei der Beachparty am 18. Juli werden rund 2.000 Gäste erwartet. Die Entscheidung, ob das Organisationsteam rechtswidrig gehandelt hat und deshalb das Fest nicht stattfinden darf, liegt bei der Bezirkshauptmannschaft.

„Wir werden die Anzeige prüfen und nachschauen, ob sie den Tatsachen entspricht. Wenn es sich allerdings um einen gemeinnützigen Verein handelt und das Geld gemeinnützigen Zwecken gespendet wird, wird die Beachparty stattfinden. Ob dies wirklich der Fall ist, werden wir noch prüfen“, erklärt Birgit Lentsch von der BH.