Erstellt am 23. Februar 2015, 12:50

von APA/Red

Burgenländische Schülervertretung kritisiert Landesschulrat. Im Burgenland gärt es zwischen der Landesschülervertretung und dem Landesschulrat.

Heinz Zitz  |  NOEN, zVg
In einem offenen Brief an Landesschulratspräsident Heinz Zitz erhoben Schülervertreter den Vorwurf, man habe "das Gefühl, dass der Landesschulrat bewusst gegen uns arbeitet"Franz Steindl (ÖVP) erklärte am Montag, er unterstütze alle Forderungen der Landesschülervertretung "zu 100 Prozent".

Schülervertreter fordern direkten Zugang zum Budget

Der Schülervertretung stehe aufgrund der gesetzlichen Regelungen die Möglichkeit zu, sich über den Landesschulrat einzubringen, etwa bei der Durchführung von Veranstaltungen, bei der Benützung von Räumlichkeiten oder wenn es darum gehe, budgetäre Unterstützung zu erhalten. "All diese Dinge sind derzeit nicht möglich, weil es hier angeblich eine klare Weisung gibt von ganz oben, dass hier blockiert wird", sagte Steindl vor Journalisten.

Im Brief an den Landesschulratspräsidenten fordern die Schülervertreter unter anderem direkten Zugang zu ihrem Budget, ein unabhängig zugängliches Büro im Landesschulrat und eine funktionierende Homepage, die man selbst betreuen wolle.

"In acht anderen Bundesländern funktioniert das"

"In acht anderen Bundesländern funktioniert das, nur bei uns nicht", erklärte der Obmann der Schülerunion Burgenland, Dominik Reiter: "In acht anderen Bundesländern ist es selbstverständlich, dass man Zugang zum Budget hat. Wir wissen teilweise nicht einmal, wo unser Budget überhaupt steht."

"Wir erfüllen wirklich alle Forderungen, die man uns dort (im Landesschulrat, Anm.) stellt, sei es ein Konzept, Kostenvoranschläge oder sonst was. Es mangelt einfach daran, dass man uns nicht zuhört oder unsere Anliegen nicht ernst nimmt", sagte Reiter. Er hoffe, dass der Landeshauptmann als Präsident des Landesschulrates die Schülervertretung im Burgenland stärke und ihr die Rechte gebe, die ihr zustünden. Man werde das auch im Gremium des Landesschulrats thematisieren, kündigte Steindl an.