Erstellt am 14. November 2012, 00:00

Schulfest: Lehrer, bitte draußenbleiben. Ärgerlich / 90 Jahr Feier: Lehrer mussten Festakt fernbleiben. Direktorin erklärt „logistische Gründe“: „Hätten keinen Raum für alle gehabt.“

Sie waren dabei. Während die pensionierten Lehrer Alfred Eisele, Paul Sailer und Wolfgang Fitzinger (v.l.) dem Festakt beiwohnen konnten, mussten viele Kollegen, die Unterricht hatten, der Feier fernbleiben. Bei einigen regte sich Unmut. Wagentristl  |  NOEN
Von Nina Sorger

EISENSTADT / Der Festakt zum 90-Jahr-Jubiläum sorgte im Gymnasium Kurzwiese für Feierstimmung, im Vorfeld aber für Unmut. Denn während Landeshauptmann und Landesvize sowie alles, was Rang und Namen hat, gemeinsam mit ehemaligen Absolventen und Lehrern feierte, musste ein großer Teil der aktiven Lehrer fernbleiben. Ein Umstand, der einigen davon nicht behagte. „Viele wären gern dabei gewesen, aber die Direktorin hat es nicht zugelassen“, beschwert sich eine Lehrerin. „Wir verstehen den Unmut. Aber wir verstehen auch, dass das eine schwierige Situation ist“, so zwei Personalvertreterinnen der Schule unisono.

Direktorin Karin Rojacz-Pichler erklärt ihre Entscheidung: „Damit sollte niemand beleidigt werden. Dass nicht alle beim Festakt waren, hat rein logistische Gründe: Erstens wäre ein Termin am Abend nicht gut gewesen, da da viele Ehrengäste nicht gekommen wären, daher haben wir uns für den Vormittag entschieden. Dann hätten wir die Schüler heimschicken müssen. Ich wollte aber nicht das Signal setzen, dass ein Festakt gleich schulfrei bedeutet.“ Rojacz-Pichler weiter: „Zweitens gibt es keinen Raum, in dem wir alle Schüler und Lehrer – das sind mehr als 1100 Leute – unterbringen könnten. Etwas anzumieten kostet einfach zu viel.“ Die Direktorin betont: „Alle, die zur Gestaltung des Festaktes und der Festschrift beigetragen haben, sowie Lehrer, die nicht unterrichten mussten, waren auch dabei. Zum Buffet waren alle Lehrer eingeladen.“