Erstellt am 12. Mai 2016, 04:44

von NÖN Redaktion

Aus Naturschutz-Gründen: Schweine müssen weg. Da wasserrechtliche Genehmigung fehlt und nach heutigen Standards nicht erteilt wird, sollen Mangalitzas umziehen.

Uferbewohner. Die Koppel der Mangalitzaschweine im Seevorland erforderte vor zehn Jahren keine wasserrechtliche Genehmigung. Mittlerweile ist der Wasserstand höher, und die Schweine kommen dem See zu nahe. Foto: Nina Sorger  |  NOEN, Nina Sorger
Seit rund zehn Jahren ist das Gatter mit Mangalitzaschweinen im Mörbischer Seevorland ein Ziel für Radler und Spaziergänger. Nun könnte der Anlage, die vom Verein Seevorland um Obmann Fritz Sommer betrieben wird, das Aus drohen. Laut Bezirkshauptmannschaft (BH) entspricht das Projekt nicht mehr den Richtlinien.

Bis Oktober hat Sommer Zeit

„Laut BH wurde das Projekt zwar naturschutzrechtlich bewilligt, aber nie wasserrechtlich. Zudem gab es immer wieder Anzeigen beim Tierschutz“, so Bürgermeister Jürgen Marx.

Roman Zehetbauer von der Naturschutzabteilung des Landes: „Als das Projekt ins Leben gerufen wurde, war es wasserrechtlich nicht bewilligungspflichtig, da der Wasserstand des Sees damals niedriger war. Das hat sich mit den Jahren geändert, und die Hälfte der Koppel steht unter Wasser. Außerdem gilt seit 2012 eine Nitratverordnung, die im Bereich stehender Gewässer keine Dauerkoppelhaltung gestattet.“

Marx: „Bei einer Gesprächsrunde mit dem Besitzer der Tiere, mit Vertretern der Biologischen Station, der Naturschutzabteilung, der BH und dem Amtstierarzt wurden Maßnahmen erläutert, die umzusetzen sind.“ Die Tiere müssten in ein vom See entferntes Gehege umziehen. Bis Oktober hat Sommer, der Besitzer der Tiere, dafür Zeit. Dieser will nun noch „weitere Gespräche führen, was zu machen wäre“.