Erstellt am 01. Mai 2013, 00:00

„Sind kritische Freunde!“. Jugendprojekt II / Das Projekt wurde von ÖVP und Grüne gemeinsam präsentiert. Das Konzept sehen die beiden Parteien leicht differenziert.

Dafür. Yasmin Dragschitz ist zu „80 Prozent zufrieden“.Müllner  |  NOEN
Von Werner Müllner

EISENSTADT / „Obwohl wir von Anfang an das Projekt E-Cube als einzige Oppositionspartei unterstützt haben, haben wir das Angebot, die öffentliche Präsentation gemeinsam zu machen, aber dankend abgelehnt. Zum einen waren die Grünen Eisenstadt in die Konzepterstellung und -verschriftlichung nicht eingebunden.

Das Produkt deckt sich zwar zu einem großen Teil mit unseren Vorstellungen und enthält auch etliche grüne Ideen und Vorschläge, dennoch wollen wir uns nicht mit fremden Federn schmücken“, so erklärt Yasmin Dragschitz, Klubobfrau der Grünen, warum es zur E-Cube-Nutzung zwei Termine gab.

Yasmin Dragschitz ergänzt: „Wo grün draufsteht, sollte auch grün drinnen sein. Aber zusammengefasst kann man sagen, wir sind kritische Freunde des Konzepts, das ich sehr positiv sehe.“

Eines ist für die Grünen klar: „So ein Ort hat gefehlt und wird auch angenommen werden.“ Gerade die 14- bis 17-Jährigen sieht Dragschitz als optimale Zielgruppe.

Keine Vermietung, Lokal nur für die Jugend 

„Die fallen beim normalen Fortgehen durch. Viele Lokale lassen erst Gäste ab 18 ins Lokal. Jetzt gibt es endlich einen Ort, an dem sie willkommen sind und nichts konsumieren müssen.“

Womit Dragschitz aber nicht einverstanden ist, ist, dass die Halle auch für kommerzielle und private Veranstaltungen vermietet werden soll.

Yasmin Dragschitz: „Mir ist schon klar, dass vonseiten der Stadt Geld eingenommen werden soll. Aber ich möchte nicht, dass die Veranstaltungshalle von Anfang an vermietet werden soll. Wenn das normale Programm des E-Cube nicht geht, dann kann man es ja noch immer für alle aufmachen.“Sie ergänzt: „Der E-Cube soll ein Veranstaltungszentrum für die Jugendlichen sein.“

Leichte Kritik gibt es auch zu den Proberäumen im E-Cube: „Was die Proberäume betrifft, so haben wir bereits bei der Gleichenfeier Kritik geäußert. Tatsächlich können die ursprünglich vorgesehenen Räume nicht als Proberäume genutzt werden. Man bietet nun zwar andere Lösungsmöglichkeiten an, ob diese aber tatsächlich genutzt werden (können), wird sich zeigen. Positiv daran zu sehen ist, dass die frei gewordenen Räume nun als Lagerräume genutzt werden.“