Erstellt am 18. März 2016, 06:34

von NÖN Redaktion

SJ: Filmreife Aktion. Die SJ macht sich für ein Kino stark, JVP und Grüne begrüßen die Idee, hinterfragen aber die Umsetzbarkeit.

Wünsche. Die SJ Eisenstadt -- am Bild: Martina Piniel, Günter Kovacs, Bernd Weiß, Lorena Hoffmann, Georg Pisarevic, Caroline Pavitsits, Renee Wisak, Raphael Schuster, Christian Por, Silvia Czech, Thomas Por und Clemens Ebinger -- macht sich vor dem stillgelegten Kino am Oberberg für ein neues Kino stark. Foto: ZVg/SJ Eisenstadt  |  NOEN, SJ Eisenstadt/Matthias Buchwald
Die Sozialistische Jugend (SJ) verlangt ein Kino. Vorsitzender Christian Por: „Ein Kino verfällt ungenutzt und das andere wurde zur ÖVP-Zentrale umgebaut. Wir wollen diesen Zustand nicht hinnehmen! Deswegen fordern wir ein Kino!“

Die SJ weiter: „Die Landeshauptstadt bietet kaum Freizeitmöglichkeiten, schlechte öffentliche Verkehrsanbindungen und auch für Schüler mangelt es beispielsweise an Parkflächen rund um die Schulzentren.“

Grünen begrüßen Einsatz für Kino

Für die ÖVP meldet sich dazu Kurt Safrata, Obmann der Jungen ÖVP, und gibt der SJ recht, was die Verkehrsanbindungen betrifft, erklärt aber: „…diese Kritik müssen sie an die eigene Partei richten, denn die für Verkehrsentwicklung zuständige SPÖ versagt seit Jahren beim Ausbau des öffentlichen Verkehrs.“

Die SJ will Unterschriften sammeln: „Früher gab es zwei Kinos heute keines mehr! Daher werden wir mit einer Unterschriftenaktion für ein Kino in Eisenstadt starten!“, so Por.

Safrata dazu: „Natürlich wäre ein Kino eine Bereicherung, es ist aber eine Augenauswischerei, wenn die SJ den Eindruck erwecken will, dass sie eine derartige Mega-Investition mit dem Sammeln von Unterschriften umsetzen kann.“

Die Grünen begrüßen, dass sich die SPÖ für ein Kino ins Zeug legt. Gemeinderätin Anja Haider-Wallner: „Ein Kino fällt nicht vom Himmel. Es braucht einen Betreiber, der Kapital und Know-how hat, um ein Kino wirtschaftlich nachhaltig zu führen. Oder will die SPÖ selbst zum Kino-Betreiber werden?“