Erstellt am 22. Dezember 2010, 07:22

SLG meldet Insolvenz an. SCHULDEN / 6,6 Millionen Euro Überschuldung und Streit mit dem Wasserleitungsverband zwangen Baufirma in die Insolvenz.

EISENSTADT / Das Bauunternehmen SLG Bau, ehemals Lauggas, sorgt derzeit für den zweitgrößten Insolvenzfall des Burgenlandes im heurigen Jahr. Die Firma ist mit rund 6,6 Millionen Euro überschuldet.

Daher hat das Landesgericht Eisenstadt über das Vermögen der Firma ein so genanntes „Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung“ eröffnet.

Rund 200 Gläubiger  warten auf ihr Geld

Geschäftsführer Johann Lidy sah sich zur Beantragung des Insolvenzverfahrens gezwungen, nachdem es zu einem Rechtsstreit mit dem Wasserleitungsverband Nördliches Burgenland bezüglich eines Großauftrags kam und beide Parteien wechselseitig beträchtliche Forderungen behaupten. Von der Insolvenz sind rund 200 Gläubiger betroffen, die ihre Forderungen bis 17. Januar beim Landesgericht anmelden können. Die Sanierungsplan- und Prüfungstagsatzung findet am 31 Januar 2011 beim Landesgericht Eisenstadt statt. Das Unternehmen, das derzeit 180 Mitarbeiter beschäftigt, wird laut dem Kreditschutzverband 1870 bis auf weiteres weitergeführt.

Zum Masseverwalter wurde der Eisenstädter Rechtsanwalt Klaus Dörnhöfer aus Eisenstadt, bestellt, der für eine Stellungnahme bis Redaktionsschluss nicht erreichbar war.