Erstellt am 28. August 2012, 07:33

Sohn erschlug Mutter und stellte sich selbst. Eine Bluttat beschäftigt Ermittler und Justiz in Eisenstadt: Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hat gestern, Montagnachmittag, ein 33-jähriger Eisenstädter seine 65-jährige Mutter mit einer Hacke erschlagen.

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Das Werkzeug, das wenig später zur Tatwaffe wurde, dürfte er sich zuvor gekauft haben. Der Mann begab sich anschließend zur Polizeiinspektion Ruster Straße und stellte sich. Er wurde festgenommen. Trotz eines Rettungseinsatzes kam für die Frau jede Hilfe zu spät.

Bis in die Nachtstunden waren Tatortermittler des Landeskriminalamtes Burgenland in dem Mehrparteienhaus im Süden der Landeshauptstadt mit der Spurensicherung nach dem Familiendrama beschäftigt. Auch ein Gerichtsmediziner war an Ort und Stelle. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde die Frau von mehreren Schlägen am Oberkörper und im Bereich des Kopfes getroffen, hieß es von der Staatsanwaltschaft Eisenstadt. Details soll eine Obduktion klären.

Der 33-Jährige war bisher unbescholten. "Er ist von sich aus nach der Tat zur Polizei gegangen und hat sich dort gestellt", so Magdalena Wehofer, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Eisenstadt. Der Mann war offenbar seit 2005 in psychiatrischer Behandlung. "Das Motiv ist derzeit noch nicht hundertprozentig abschätzbar. Aber es könnte mit seiner Erkrankung in Zusammenhang stehen", so Wehofer.

"Er dürfte sich die Tatwaffe gegen 15.00 Uhr erst besorgt haben", schilderte die Staatsanwältin. Unmittelbar im Anschluss daran - irgendwann zwischen 15.00 und 17.00 Uhr - soll er damit seine Mutter erschlagen haben. "Weil um 17.00 Uhr war er schon bei der Polizei und hat sich gestellt."

Mutter und Sohn lebten laut Staatsanwaltschaft unter einem Dach. Andere Familienmitglieder wohnten nicht in dem Haushalt. "Die Eltern sind geschieden", so Wehofer.

In der Landessicherheitszentrale (LSZ) Burgenland ging am Montag um 17.26 Uhr der Alarm ein, der einen Rettungseinsatz auslöste. Ein Notarztwagen fuhr zum Tatort. "Man hat noch die Maßnahmen gesetzt, die möglich waren. Die Patientin ist aber verstorben", hieß es von der LSZ.