Erstellt am 05. Dezember 2012, 00:00

Soldaten heimgeholt. Schüsse in Syrien / Vizeleutnant Anton Lorenzer, Obmann des Hornsteiner Kameradschaftsbundes, wurde an der Schulter verletzt.

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Von Doris Fischer

HORNSTEIN/WIEN / Der beim Schussattentat in Syrien an der Schulter verletzte Hornsteiner Vizeleutnant Anton Lorenzer wurde gemeinsam mit seinem steirischen Kollegen am Montag nach Österreich überstellt. In Zypern wartete bereits seit Freitagabend die Hercules-Maschine des Österreichischen Bundesheeres auf die Verletzten. „Es geht ihm gut“, lässt Oberst Michael Bauer, Sprecher des Verteidigungsministeriums, wissen.

21 Burgenländer sind in dem Krisengebiet

Der 53-jährige Vizeleutnant – er ist in der Heerestruppenschule in Zwölfaxing (Wien-Umgebung) stationiert und das schon seit mittlerweile 34 Jahren – kann noch nicht nach Hause zu seiner Familie. Seine Frau, Tamara, wollte zu dem Vorfall nichts sagen. „Wir wollen nicht in der Öffentlichkeit stehen“, betont Tamara Lorenzer gegenüber der BVZ, bestätigte aber die Rückführung ihres Ehemannes, der bereits seinen vierten UNO-Auslandsaufenthalt absolviert hat.

Insgesamt befinden sich derzeit laut Verteidigungsministerium 21 Burgenländer in Syrien. Der Einsatz soll für sie nicht gefährlich sein. „Dort, wo die Burgenländer stationiert sind, ist es ruhig“, versichert Oberst Bauer.

Das Schussattentat auf Vizeleutnant Anton Lorenzer ist in Hornstein nach wie vor Gesprächsthema Nummer eins. Immerhin ist Lorenzer Obmann des Kameradschaftsbundes Hornstein und somit eine bekannte Hornsteiner Persönlichkeit. Mit großer Anteilnahme verfolgen die „Kameraden“ die Nachrichten in den Medien. „Es ist schockierend, wie schnell etwas passieren kann und wie gefährlich so ein Einsatz auch sein kann. Wir hoffen und wünschen unserem Kameraden eine rasche Genesung“, ist von einem seiner Kameradsschaftskollegen zu erfahren.